E-Commerce :
Amazon-Rekord trotz Shitstorm: Die Deutschen bestellen wie noch nie

Ein Jahr nach dem Shitstorm zeigen Dokumente der US-Börsenaufsicht, wie sich die öffentliche Empörung in Deutschland auf das Amazon-Geschäft wirklich ausgewirkt hat.

Text: W&V Redaktion

- keine Kommentare

Ein Jahr nach dem Shitstorm zeigen Börsendokumente, wie sich die öffentliche Empörung in Deutschland auf das Amazon-Geschäft wirklich ausgewirkt hat: so gut wie gar nicht. 2013 war für Amazon Deutschland das mit Abstand erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Der US-Konzern erwirtschaftete hierzulande umgerechnet 7,7 Milliarden Euro - rund ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor. Trotz der Negativ-Schlagzeilen in deutschen Medien und einer Flut von kritischen Social-Media-Kommentaren wuchs Amazon in der Bundesrepublik deutlich kräftiger als in Großbritannien (plus 12 Prozent). In Japan ging der Umsatz sogar leicht zurück.

Mitte Februar 2013 hatte die ARD in einer Dokumentation schwere Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen bei Amazon erhoben. Der TV-Bericht und die anschließende öffentliche Debatte ramponierten das Image des Versandhändlers über Monate. Geschadet hat es aber wohl nicht. Stattdessen scheiterte ausgerechnet ein Amazon-Konkurrent mit besonders hohen moralischen Ansprüchen: Nach einem desaströsen Weihnachtsgeschäft musste die kirchliche Weltbild-Gruppe im Januar Insolvenz anmelden.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit