Smart Ideas :
Augmented Reality erweckt Schulbücher zum Leben

Ein österreichisches Startup entwickelt Augmented-Reality-Schulbücher. Das erste Buch der Reihe erweckt Sonnenfinsternis und Mondphasen auf dem Smartphone in 3D zum Leben.

Text: Verena Gründel

AR in der Bildung soll drei Lerntypen gleichzeitig ansprechen: visuelle, auditive und haptische Lerntypen.
AR in der Bildung soll drei Lerntypen gleichzeitig ansprechen: visuelle, auditive und haptische Lerntypen.

Kurz vor der Bundestagswahl überschlagen sich die Parteien nur so mit Versprechen, wie sie Bildung und Schulen fit für die digitale Zukunft machen wollen. Denn in der Realität sieht es mit der Digitalisierung von Bildungseinrichtungen eher mau aus. Dabei sind sich Experten einig, dass digitale Fähigkeiten in immer mehr Berufen in Zukunft unerlässlich sind - und dass die digitale Ausbildung des Nachwuchses entscheidend für den zukünftigen Erfolg der deutschen Wirtschaft sein wird.  

Während die Politik noch kein digitales Konzept für Deutschlands Schulen gefunden hat, entstehen auf Seiten der Unternehmen viele spannende Konzepte, die die sogenannten "digital skills" der Schüler fördern und gleichzeitig das Lernen spannender machen. So wie das Schulbuch mit Augmented Reality, das Areeka entwickelt hat.

"Licht und Wasser" heißt der Titel des Themenheftes, das das hinter Areeka steckende Unternehmen Amlogy für die AR-Nutzung konzipiert hat. Es soll den Schülern die Optik und Physik des Wassers mit visualisierten Lerninhalten nahebringen. In den Bildern des Heftes sind Markierungen enthalten. Diese scannen die Schüler mit einem Smartphone und der Areeka-App. So erwecken sie Phänomene wie Sonnenfinsternis oder Mondphasen in 3D zum Leben. 

Augmented Reality für jedes Schulbuch

Theoretisch kann mit der App jegliche Form von gedruckten Unterrichtsmaterialien mit Augmented Reality erlebbar gemacht werden. Amlogy ist bereits mit mehreren Schulbuchverlagen im Gespräch, um AR in die Schulklassen zu bringen.

Als Verkaufsargument dient unter anderem ein Experiment, das sie zu Beginn des Projekts mit 130 Schülern in Wien und Umgebung durchgeführt haben: Ein Teil der Schüler hat Lerninhalte auf die klassischen Art vermittelt bekommen, ein Teil erhielt zusätzliche Inhalte mit Augmented Reality. Der Versuch habe gezeigt, so das österreichische Unternehmen, dass in der AR-Gruppe 50 Prozent mehr Schüler den Inhalt nachhaltig verstanden hatten als in der Kontrollgruppe.

Und so kann Augmented Reality in der Schule aussehen: 


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.