Social Sabotage :
Buzzfeed erfindet Brettspiel für Social-Media-Mutproben

"Social Sabotage" gibt mit Karten vor, was ein Spieler in welchem Network posten soll. Wer sich am meisten traut, gewinnt - zumindest das Spiel.

Text: Manuela Pauker

"Social Sabotage": Die Mutprobe der Digital Natives.
"Social Sabotage": Die Mutprobe der Digital Natives.

Brettspiele haben es im digitalen Zeitalter schwer. Na gut, "Mensch ärgere Dich" und ein paar andere Klassiker werden wohl immer bleiben. Aber der Rest?

Der News-Aggregator Buzzfeed hat sich diesbezüglich etwas einfallen lassen. Genauer: das Brett- bzw. Kartenspiel "Social Sabotage", bei dem es um das Posten von eigenartigen, peinlichen oder unverschämten Nachrichten geht. Die Mutprobe der Digital Natives, wenn man so will. Sinn des Ganzen sei es, die häufig sorgfältig inszenierten Social Media-Profile der Menschen ein wenig auf die Schippe zu nehmen und zugleich zu zeigen, wie schnell Kommunikationspannen passieren können - verkündet zumindest Anbieter Buzzfeed.

Digitale Mutprobe

Und so funktioniert "Social Sabotage": Man zieht zuerst "Wo-Karten", die dem Spieler vorgeben, wo eine Nachricht stehen soll. Also beispielsweise auf Twitter, Instagram oder, etwas präziser, auf bestimmten Facebook-Profilen (beispielsweise eines Familienmitglieds).

Natürlich wird auch vorgegeben, was gepostet werden soll. Das kann entweder eine bestimmte Nachricht sein, aber auch ein Video oder Foto, auf dem eine Tätigkeit oder Aufgabe gezeigt werden muss. Beispielsweise: "Miaue wie eine Katze" oder "Führe Deinen besten Party-Trick vor". Insgesamt besteht das Spiel aus 410 "Was"- und 90 "Wo"-Karten. Kommt "Social Sabotage" im Markt an, soll es bald Erweiterungssets mit neuen Karten geben.

Vorerst nur in den USA erhältlich

Spieler können Aufgaben verweigern und die Karten weiterreichen. Wer sich häufiger drückt, verliert allerdings die Chancen auf den Sieg. Denn es gewinnt der Spieler, der am Ende die meisten Karten in seinem Besitz hat.

Erfunden wurde das Spiel von den BuzzFeed Product Labs, einer Abteilung, die bereits einige mehr oder weniger nützliche Produkte herausgebracht hat – darunter spezielle Kochbücher, Fidget Spinner mit Lipgloss oder Kerzen mit Anti-Heimweh-Duft.

"Social Sabotage", das in Zusammenarbeit mit den Händlern Walmart und Jet.com entstand, kostet knapp 25 Dollar. Online bestellt werden kann es vorläufig nur bei den beiden Anbietern, zum Weihnachtsgeschäft soll es in den USA dann auch in die Filialen der beiden Häuser kommen.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde