Studie :
Corporate Blogs: Journalismus statt Content Marketing?

"Content Marketing ist tot": Zu diesem Schluss kommt Jochen Mai nach einer Corporate-Blog-Analyse von Dax-Unternehmen. Der Gründer des Karrierebibel-Blogs hat u.a. Interaktionsraten, Anzahl der Blogposts und thematische Schwerpunkte der einzelnen Plattformen untersucht.

Text: W&V Redaktion

17. Jan. 2014 - 9 Kommentare

"Content Marketing ist tot": Zu diesem Schluss kommt Jochen Mai nach einer Corporate-Blog-Analyse der Unternehmen im Dax. Der Gründer des Karrierebibel-Blogs hat u.a. Interaktionsraten, Anzahl der Blogposts und thematische Schwerpunkte der einzelnen Plattformen untersucht. Seine These: Auf vielen Blogs "wimmelt es von Geschichten, in denen das Unternehmen zeigen will, wie toll es ist oder dessen Produkte sind". Das interessiere aber kaum jemanden. Corporate Blogs müssten die Bedürfnisse der Leser befriedigen, nicht die des Unternehmens. Sie brauchten darum einen "echten journalistischen Ansatz". Laut Mai gehört dazu auch ein fester Erscheinungsrhythmus. Drei Posts pro Woche seien "optimal".

Jochen Mais Studie "Corporate Blogs 2014" gibt es hier.


Autor:

W&V Redaktion
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9 Kommentare

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Anonymous User 24. Januar 2014

Gundolf Senne hat recht. Die Studie als solche widerspricht schon der Aussage Content Marketing sei tot. Und wer definiert eigentlich, dass Content Marketing sich lediglich auf Corporate Blogs bezieht? Nur weil die DAX 30 Unternehmen keine echte Interaktion aufweisen, bedeutet dies nicht, dass das sich in Deutschland gerade erst entwickelnde Pflänzchen Namens Content Marketing schon wieder beerdigt werden muss. Wir bei der Xengoo nennen es - noch einen Schritt weiter gehend - sogar Inbound Content Marketing. Worüber wird hier debattiert? Um das Verständnis eines Einzelnen zu einem Begriff oder über die Chance ganz neue Wege im Marketing zu gehen. Endlich mal (wieder) den Kunden mit seinen Wünschen und Anforderungen in den Mittelpunkt zu stellen und ihm das zu bieten, was er sucht. Ich habe zu der Debatte eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Ansätze verfasst zu dem ich gerne Kommentare entgegen nehme.
http://www.xengoo.biz/2014/01/content-hin-journalismus-her/

Anonymous User 20. Januar 2014

Ich habe das Gefühl, dass für die Beurteilung von Blogs hauptsächlich die Anzahl von Kommentaren ausschlaggebend war. Das erscheint mir allerdings eine ziemlich einseitige Perspektive zu sein. Es würde heißen, dass nur etwas, das kommentiert wird, auch interessant für den Leser ist. So ist es aber nicht. Ich habe kaum das Bedürfnis, interessante Artikel zu kommentieren. Das hier ist die Ausnahme ;-) Und noch zum Zitat: haben wir das nicht alles schon mal gehabt? TV Werbung ist tot, Digital ist tot... Gähn!

Anonymous User 17. Januar 2014

"Content Marketing ist tot" - das klingt, als sei Content Marketing in Deutschland jemals lebendig gewesen. Das ist durchaus zweifelhaft, obwohl viele Unternehmen in Teilen durchaus schon länger den Nutzen für ihre Zielgruppe im Auge haben. Von Content Marketing im Sinne von Strategie oder Unternehmenskultur kann allerdings keine Rede sein.

Anonymous User 17. Januar 2014

@Jochen Mai Vielen Dank für die Klarstellung. Ich hätte noch eine andere Frage: Sie schreiben in Ihrer Studie, dass Nutzwert-Themen relativ wenig kommentiert werden. Nur News/Pressemitteilungen kommen auf noch weniger Interaktion. Trotzdem nehmen Sie Nutzwert in Ihre Empfehlungsliste auf. Können Sie das näher erklären?

Anonymous User 17. Januar 2014

@Frank Zimmer / @Gundolf Senne: Was ich mit Content Marketing bzw. Content Strategie meine, steht eigentlich sehr deutlich in dem verlinkten Artikel sowie in den dort ebenfalls verlinkten weiterführenden Artikeln.

Und ja: selbstreferenzielle Unternehmens-PR ist zwar auch Content - nur mag sowas keiner lesen. Bisher haben die Unternehmen dafür aber trotzdem die Marketing-Trommel gerührt. Vergeblich. Die Studie widerspricht sich an der Stelle übrigens auch nicht, im Gegenteil: Die "Content Strategie" setzt im Gegensatz zum Marketing auf Inhalte, die die Leser wirklich interessieren - und genau das beweist die Studie auch: Eben diese Inhalte weisen die höchste Interaktion aus. Ob dahinter tatsächlich ein strategischer Ansatz stand, kann ich natürlich nicht beurteilen. Es wäre aber ratsam...

Anonymous User 17. Januar 2014

@Gundolf Senne Content Marketing ist ein dehnbarer Begriff. Jochen Mai meint damit wahrscheinlich was anderes als Sie - für ihn scheint Content Marketing selbstreferenzielle Unternehmens-PR zu sein.

Anonymous User 17. Januar 2014

mit der Schlussfolgerung "Content Marketing ist tot"widerpsricht Jochen Mais den Ergebnsisen seiner eigenen Analyse. Auf einer der leider nicht numerierten Charts der Blogstudie heisst es: "CONTENT STRATEGIE:
Damit ein Blog nachhaltig wächst und hohe Interaktionsraten erzielt, benötigt es eine gezielte Content Strategie." Das passt irgendwie nicht zur Schlussfolgerung.
Content ist immer nach wie vor ein King, es kommt nur darauf an, welche Contenet für wen und wann geeignet ist. Auf jeden Fall ist der Beitrag Kokolores, Aufmerksamkeit durch Unsinn.

Anonymous User 17. Januar 2014

Sorry wegen des Vertippers in der Headline; ist korrigiert. Aber darum ging es Ihnen wahrscheinlich gar nicht. Also: "Content Marketing ist tot" ist ein plakatives Zitat aus Jochen Mais Studie (Wer Jochen Mai ist, geht u.a. aus dem Link im Text und aus der Bildunterschrift hervor). Wir haben das nachrichtlich erwähnt und stehen dazu, dass wir nicht zu jeder Äußerung im Markt sofort auch einen Kommentar parat haben. Wir werden das Thema aber in der kommenden Woche aber sicher weiter verfolgen. Dass W&V Online keinen "selbst produzierten Content" und keine redaktionellen Kommentare hätte, stimmt sicher nicht. Brauchen Sie Links zu den entsprechenden Artikeln? O.k. Wo sollen wir anfangen?

Anonymous User 17. Januar 2014

Corprate? Ich verkaufe euch ein o. Best price! Wer ist Jochen Mais? Was ist eure Meinung? Und warum gebt ihr in euren Nachrichten immer nur stumpf wieder, was euch PR-Leute auf den Teller legen? Am Beispiel der w&v würde ich schätzen, dass der Journalismus eher tot ist als Content Marketing. Was kann Content Marketing an sich dafür, dass die Dax-Unternehmen es falsch anwenden? Und wo ist euer selbst produzierter Content, falls es das überhaupt hier noch gibt???

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