BVDW und Koelnmesse melden sich zu Wort :
Das wird sich zur Dmexco 2018 ändern

Mehr Branchen-Mitsprache, mehr Personal: Was die Dmexco nach dem Abschied von den Beratern Christian Muche und Frank Schneider anders machen wird. 

Text: Petra Schwegler

Das Team der Dmexco wirbt bereits um Aussteller für die Digitalmesse im Jahr 2018.
Das Team der Dmexco wirbt bereits um Aussteller für die Digitalmesse im Jahr 2018.

Nach der Überraschung aus der Vorwoche, dass rund um die Dmexco mit Christian Muche und Frank Schneider die Berater der ersten Stunde weichen müssen, melden sich nun die Veranstalter BVDW und Koelnmesse zu Wort. Und sie versichern: "Am Zeitplan für die Dmexco 2018 ändert sich nichts." Die  nächste "weltweite Leitmesse der digitalen Wirtschaft", die das Event aus Sicht von BVDW und Koelnmesse bleiben wird, soll am 12. und 13. September 2018 in Köln stattfinden.

Interessant: Erst jetzt, eine Woche später, bedankt sich BVDW-Präsident Matthias Wahl in einer separaten Mitteilung für die "über Jahre gute Arbeit" von Muche und Schneider. Und gibt ein wenig von dem preis, was hinter der Trennung steckte: "Für viele Branchenkenner war dieser Schritt sicher überraschend, aber leider unausweichlich, nachdem Christian Muche und Frank Schneider gegen wesentliche vertragliche Vereinbarungen verstoßen haben", so Wahl. Weitere Details nennt er nicht.

Nun soll sich bei der Messe einiges ändern. So wird zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Beirat der Digitalmesse ein Conference Council ins Leben gerufen, in dem Vertreter von Agenturen, Werbungtreibenden, Onlinevermarktern, Technologie, innovationstreibenden Unternehmen, Startups sowie des BVDW und der Koelnmesse sitzen. "Dieses Council wird der Dmexco bei der Programmgestaltung zur Seite stehen", heißt es. Auch eine Reaktion auf die Kritik der vergangenen Monate?

Die strategische Ausrichtung der Konferenzmesse soll in Zukunft stärker im Beirat besprochen werden, in dem das Conference Council mit Sitz und Stimme vertreten sein wird. "Damit bleibt eine einheitliche Gesamtstrategie der Messe bestehend aus Expo und Conference gewährleiste", heißt es. Zudem soll die Entwicklung der Dmexco "in Zukunft deutlich engagierter auch aus dem BVDW und seinen Gremien heraus" angetrieben werden, wie Wahl betont. 

Wer die Arbeit macht

Die konkrete inhaltliche Planung der Konferenz übernimmt das bisherige 35 Mann starke Team, das in Zukunft aber personell auf eine breitere Basis gestellt werden soll - mit einem Head of Conference an der Spitze. BVDW und Koelnmesse verlassen sich nach eigenen Angaben auf ein "erfahrenes Management-Team".

Das sind: Christoph Werner, der seit Anfang 2017 die Geschäfte der Dmexco und als erfahrener Messemacher gilt. Er wird als Mitglied der Geschäftsleitung der Koelnmesse die Bereiche Digital Media, Entertainment und Mobility verantworten. Und Philipp Hilbig, der seit April 2014 als zuständiger Projektmanager und Director die Dmexco verantwortet. Er leitet auch das Sales-Team, deren Mitarbeiter wie gewohnt Ansprechpartner für die Aussteller bleiben. Angekündigt wird: "Die Aufgaben der ausgeschiedenen Berater Christian Muche und Frank Schneider werden in den nächsten Wochen neu verteilt."

Wie in den zurückliegenden Jahren sollen nun im ersten Quartal die Schwerpunktthemen für die kommende Dmexco bekanntgegeben werden. Eine Änderung steht auch hier an: Der Earlybird für Aussteller ende in diesem Jahr erstmalig am 15. Dezember, heißt es.

Wir erinnern uns: BVDW und Koelnmesse hatten am 2. November darüber informiert, dass sie als Veranstalter der Dmexco in Köln ihren Kooperationsvertrag vorzeitig um mehrere Jahre verlängert hätten. Gleichzeitig beendete die Messegesellschaft ihr Vertragsverhältnis mit der Beratungsgesellschaft KM Digital Marketing Events und ihren Geschäftsführern Christian Muche und Frank Schneider "mit sofortiger Wirkung". 

Sind raus: Christian Muche (l.) und Frank Schneider.

Sind raus: Christian Muche (l.) und Frank Schneider.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.