Zahlen zum Mobilfunkmarkt :
Deutsche kaufen erstmals weniger Smartphones

Seit der Einführung des iPhone 2007 legte der Smartphone-Markt Jahr um Jahr kräftig zu. Doch dieser Trend wurde im vergangenen Jahr gebrochen. Allerdings legt die Smartphone-Nutzung in Deutschland weiter zu.

Text: W&V Redaktion

Samsung gehört zu den größten Smartphone-Herstellern weltweit.
Samsung gehört zu den größten Smartphone-Herstellern weltweit.

Nach jahrelangem Wachstumskurs sind in Deutschland 2016 erstmals weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahr. Nach Branchenzahlen haben Händler im vergangenen Jahr mit rund 23,2 Millionen Geräten etwa zwei Millionen Smartphones weniger als 2015 verkauft. "Der Markt ist gesättigt, sollte dieses Jahr aber stabil bleiben", sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des Branchenverbands für Unterhaltungselektronik Gfu. Trotz leicht gestiegenem Durchschnittspreis ging auch der Smartphone-Umsatz um 2,7 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zurück. 

Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage nutzen 54 Millionen der Deutschen im Alter ab 14 Jahren ein Smartphone. Der Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um vier Prozentpunkte auf 78 Prozent gestiegen. Besonders hoch war der aktuelle Anstieg bei den Senioren (über 65 Jahre): Dort kletterte die Smartphone-Nutzung laut der repräsentativen Erhebung innerhalb eines Jahres um elf Prozentpunkte auf 39 Prozent.

Und wofür wird das Smartphone hauptsächlich verwendet? Kaum verwunderlich, dass 100 Prozent der Befragten damit telefonieren. 90 Prozent nutzen es als Foto- oder Videokamera, 79 Prozent als Suchmaschine. Dahinter folgen Funktionen wir Musik hören (69 Prozent), Nachrichten lesen (69) oder die Nutzung sozialer Netzwerke (68).

Die Umfrage zeigt auch, dass die Deutschen gerne ein Gerät auf dem neusten Stand der Technik haben wollen: Nur zwölf Prozent haben ein Modell, das älter ist als zwei Jahre. Bei knapp einem Viertel ist das Smartphone ein bis zwei Jahre alt. 63 Prozent besitzen ein Modell, das nicht älter als ein Jahr ist. Von einem neuen Gerät wünschen sich die meisten (55 Prozent) eine deutlich längere Laufzeit. Hoch ist auch der Bedarf an mehr Speicherplatz (42 Prozent). (mit dpa)


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W&V Redaktion
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