Jung von Matt/Spree :
Die Sparkasse spricht im Netz nur noch Koreanisch

Kurz bevor das olympische Feuer im Stadion brennt, stellen Jung von Matt und die Sparkasse um: Die Betriebssprache im Social Web wird Koreanisch.

Text: Anja Janotta

Das Sparkassen-Logo wurde koreanisch aufgepeppt.
Das Sparkassen-Logo wurde koreanisch aufgepeppt.

Bei der Sparkasse gehen die Olympischen Spiele schon ein paar Tage früher los. An diesem Montagabend stellt die Bank um auf Koreanisch. "Modeun undong seonsudeulgwaui choedaehan-ui chinmilgam-eun Sparkasse-ui yagsogibnida maeu simgaghan soyodoeneun sigan", sagt also zum Beispiel Heike Kramer, Abteilungsleiterin beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Was in Deutsch ganz unspektakulär bedeutet: "Größtmögliche Nähe zu allen Sportlerinnen und Sportlern ist ein Versprechen, das die Sparkasse sehr ernst nimmt."

Die Sparkassen-Hausagentur Jung von Matt/Spree will an diesem Montagabend alle Social-Media-Auftritte ins Koreanische übertragen. Das bedeutet nicht nur einen Sprach-, sondern auch einen umfassenden Kulturwechsel: Auch Markenlogo und Corporate Identity werden in landesübliche Ästhetik verpackt. Kommentieren könnten die User bei Facebook, so heißt es von der Agentur, weiterhin auf Deutsch, die Antworten der Sparkassen in den Kommentarspalten würden allerdings auf Koreanisch erfolgen.

Das Bestreben nach olympischer Fitness nimmt dabei durchaus groteske Züge an, wie ein Einführungsvideo auf Facebook zeigt:

Entwickelt und umgesetzt wird die Aktion von der beratenden Agentur Jung von Matt/Spree, während die Social-Media-Inhalte vom Sparkassen-Finanzportal selbst beigesteuert werden. Den Fanreporter Philipp, der auf Facebook die oben genannten koreanischen Fitnessübungen absolviert hat, schickt die Sparkasse direkt nach PyeongChang, wo er bis zum Ende der Olympischen Spiele am 25. Februar täglich über das Team Deutschland berichten wird. Die Sparkassen Finanzgruppe ist im Rahmen ihrer Sportförderung Top Partner von Team Deutschland.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.


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