Best Practice Marketing Summit :
Digitalisierung: Die Trends aus Asien

Wer die Trends in der Digitalkommunikation kennen will, muss nach Ostasien blicken. So wie Björn Eichstädt von Storymaker beim Best Practice Marketing Summit.

Text: Katrin Otto

Roboter Pepper erkennt Emotionen.
Roboter Pepper erkennt Emotionen.

„China hat die meisten Internetnutzer der Welt“, sagt Björn Eichstädt, Managing Partner, Storymaker, auf dem Best Practice Marketing Summit von W&V, Tele 5, Fandom und Trnd in München. Und in Japan gibt es die meisten Twitter-User. Insgesamt zählt Ostasien 800 Millionen Social Media-Nutzer und eine Milliarde Internetuser. Davon gehen 90 Prozent über das Smartphone ins Netz. Kein Wunder, dass sich die Trends der Digitalkommunikation an Asien orientieren.

Trend 1: Messenger-Apps

„WhatsApp gibt es in Ostasien gar nicht“, sagt Björn Eichstädt. Vor allem in China dominiert dagegen die Messenger-App Wechat. Und zwar so omnipräsent, dass Wechat als Synonym für das Internet gilt. Es gibt keinen mobilen Internetzugang in China, der nicht Wechat nutzt, so Eichstädt. Man existiere in China nicht, wenn man den Dienst nicht nutze. Die App ist daher weit mehr als ein Messenger. Sie übernimmt auch die Funktion eines Zahlungsmittels, sei es für Lebensmittel, Medien oder um ein Taxi zu bestellen.

Weitere hierzulande noch unbekannte Messenger-Dienste sind die Apps Line mit Videotelefonie, die vor allem in Japan genutzt wird, Naver aus Korea und die In-App-Monetarisierung über kostenpflichtige Sticker-Promotions.

Trend 2: Roboter

Die Digitalisierung hält in Asien auch zunehmend im Dienstleistungsbereich Einzug. Auch bei Androiden sind die Asiaten den Europäern voraus. Ein Beispiel ist der Roboter Pepper des japanischen Providers Softbank Mobile. Ein Roboter, der Emotionen erkennen kann und als Plattform unter anderem mit Appstore fungiert. In Japan gibt es bereits eine Bankfiliale, die ausschließlich von Pepper-Robotern bedient wird. Als erstes deutsches Unternehmen hat die Deutsche Bahn bereits die ersten Androiden eingesetzt. Noch ein Tendsetter, aber „In drei bis zehn Jahren werden diese Dinge auch bei uns aufschlagen“, prognostiziert Eichstädt.