Dass Plame den Dienst tatsächlich kaufen wird, ist natürlich unwahrscheinlich – zumal der Marktwert von Twitter momentan auf zwölf Milliarden Dollar geschätzt wird. Plame will vermutlich eher ein Zeichen mit der Aktion setzen – und Twitter unter Druck setzen, den Account des Präsidenten tatsächlich zu sperren. Alternativ möchte sie mit der eingesammelten Summe Anteile an Twitter kaufen und bei den Aktionärstreffen das Thema ansprechen. Sollte mehr als die erhoffte Milliarde zusammen kommen, will Plume den Überschuss selbst spenden: an Global Zero, eine Nonprofit-Organisation gegen den atomaren Krieg.

Gofundme-Kampagnen haben keine Deadline – Plame kann also noch einige Zeit weiter sammeln.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde