Unternehmensstrategie :
Engadget schaltet Websites in Deutschland und Spanien ab

Der Mutterkonzern Oath will sich in Deutschland auf Yahoo.de, Aol.de und Huffingtonpost.de konzentrieren, heißt es.

Text: Franz Scheele

Am 1. Mai kam das Aus für das deutsche Engadget-Team
Am 1. Mai kam das Aus für das deutsche Engadget-Team

Das 2004 in den USA gegründete Blog-Netzwerk Engadget, das über Gadgets und Unterhaltungselektronik berichtet, hat am Dienstag seine Länder-Websites in Deutschland und Spanien abgeschaltet. Eine Begründung für diesen Schritt wurde in einem Posting des US-Chefredakteurs Christopher Trout nicht genannt.

In einer Mitteilung des deutschen Redaktions-Teams heißt es lediglich, dass der Mutterkonzern Oath, eine hundertprozentige Tochter von Verizon Communications, entschieden habe, "sich in Deutschland vor allem auf die breiter aufgestellten Portale Yahoo.de, Aol.de und Huffingtonpost.de zu konzentrieren".

Die amerikanische Site Engadget.com bleibe als Informationsquelle aber erhalten, heißt es weiter. Dort sollen auch die deutschen Texte der vergangenen zehn Jahre integriert werden. Die Länder-Sites in Großbritannien, China und Japan sollen demnach fortgeführt werden. Unklar ist, ob die deutschen und spanischen Redakteure entlassen wurden oder ob sie zu einer der anderen Oath-Sites wechseln können.

Oath war erst im vergangenen Jahr als Dachgesellschaft für die digitalen Content-Angebote von AOL und Yahoo entstanden. Die Muttergesellschaft Verizon Communications hatte AOL 2015 und das operative Geschäft von Yahoo Mitte 2017 übernommen. CEO von Oath ist der Ex-AOL-Manager Tim Armstrong.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.