Schon seitdem bekannt wurde, dass Google in den traditionellen Hausbesetzer-Kiez Kreuzberg ziehen will, hagelte es Proteste. Sogar Farbbeutel-Angriffe gab es schon. Die Angst vor einer Gentrifzierung sitzt offenbar tief.

Google selbst beschwichtigt. Bei einem Tag der Offenen Tür im vergangenen Sommer hatte der Konzern seine Pläne vorgestellt. 700 Besucher kamen - allerdings wohl keiner der Gegner, mit denen man offensiv den Kontakt sucht. Der neuen Protestseite begegnet Google mit einem Appell: "Wir möchten gute Nachbarn in Kreuzberg sein."

Allen künftigen Nachbarn bietet der Konzern in einem offiziellen Statement an: "Melden Sie sich bei uns und erfahren Sie mehr über den Campus und sein Konzept.  Unsere Erfahrung ist: Sobald man miteinander redet und versteht, was wir dort wirklich vorhaben, kommt das Projekt sehr gut an."

Von den Betreibern der Website, die anonym bleiben wollen, hat W&V bislang noch kein Statement erhalten.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.