Kampf dem Bilderklau :
Facebook sagt Profil-Dieben den Kampf an

Mit geklauten Personenbildern lässt sich viel Schindluder treiben. Daher testet Facebook jetzt ein digitales Schutzschild für Profilbilder.

Text: Annette Mattgey

Das blaue Wappen kennzeichnet geschützte Fotos.
Das blaue Wappen kennzeichnet geschützte Fotos.

Die Angst vor Identitätsklau und Cybermobbing bewegt die Internet-Nutzer. Deswegen hat Facebook sich vorgenommen, etwas gegen die missbräuchliche Verwendung privater Bilder zu unternehmen. Der Testmarkt dafür ist Indien. Dort seien die Vorbehalte, inbesondere bei indischen Frauen, ihr Gesicht auf Facebook zu zeigen, besonders hoch, schreibt Product Manager Aarati Soman im Facebook-Blog.

Der "Profile Picture Guard" wird mit einem "Save"-Klick unter dem Bild aktiviert, das danach deutlich mit einem blauen Rand und einem Sicherheitswappen gekennzeichnet ist.

Das bedeutet:

- andere können dieses Bild nicht kopieren, teilen oder als Nachricht verschicken

- nur eigene Kontakte können auf den so geschützten Profilbildern sich selbst oder andere "taggen"

- Screenshots werden - so gut es geht - verhindert. Das funktioniert aktuell nur bei Android-Geräten.

Darüberhinaus hat Facebook noch eine zweite Sicherheitsstufe eingebaut. Wenn Profilbilder mit einem eigenen Layout oder Design hinterlegt sind, ist die Gefahr, dass sie geklaut werden, wesentlich geringer. Zwei Designs - angelehnt an traditionelle, indische Textilmuster - stellt Facebook zur Auswahl, die sich auf das eigene Profilbild anwenden lassen.

Nach dem Test in Indien ist "bald" ein Rollout auch in andere Märkte geplant.

Der neue "Profile Picture Guard" im Video erklärt: