Social Media :
Fünf Instagramer, die man kennen sollte

Instagram spielt bislang in Deutschland im Marketing noch eine kleine Rolle. Doch das Interesse wächst. Höchste Zeit also, Influencer vorzustellen, die man kennen sollte, wenn man sich hierzulande mit Instagram-Marketing beschäftigt.

Text: Franziska Mozart

- 7 Kommentare

Michael Schulz, Sylvia Matzkowiak, Jörg Nicht, Sebastian Spasic, Thomas Kakareko
Michael Schulz, Sylvia Matzkowiak, Jörg Nicht, Sebastian Spasic, Thomas Kakareko

Instagram spielt bislang in Deutschland im Marketing noch eine kleine Rolle. Bei vielen Agenturen und Unternehmen fehlt das Verständnis für die Besonderheiten der Foto-Community noch. Auch die bezahlten Anzeigen und Videos laufen hierzulande noch nicht, doch das Interesse an der Plattform steigt. Von den internationalen Top-100-Brands sind immerhin schon fast alle auf Instagram vertreten. Als Referenz wird vielfach Nike mit seinen acht Millionen Followern und einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Community gesehen.

Auch in Deutschland gibt es einige Marken, die mit ihren Accounts bereits recht erfolgreich sind und von dem visuellen Storytelling auf Instagram profitieren. Noch ein Zeichen für den Wandel: Langsam wird eher von "Influencer Relations" gesprochen (LEAD digital berichtete), wo es früher noch "Blogger Relations" hieß. Höchste Zeit also, ein paar dieser  Instagram-Influencer vorzustellen, die hierzulande eine Rolle spielen. Sie haben einige Gemeinsamkeiten: Die meisten wohnen in Berlin, haben die App schon seit langem auf ihren Smartphones und begannen zunächst privat damit, Schnappschüsse mit Freunden auszutauschen. Inzwischen haben sie ihre Fotografie professionalisiert, für einige ist Instagram nun ihr Hauptberuf:

Michael Schulz

Zwei Wochen nach Erscheinen der App lud sich Michael Schulz Instagram herunter und meldete sich als @berlinstagram an. Dreieinhalb Jahre später, im Mai 2014 kündigte er seinen Job als Konzeptioner bei Mediaworx und setzte ganz auf Instagram. Um Aufträge musste er sich seitdem noch nicht selbst kümmern, bislang kamen die Unternehmen entweder selbst auf ihn zu, oder er profitierte von seinem Netzwerk. "Das nimmt immer weiter an Fahrt auf", so Schulz. Seine Themen auf Instagram sind Berlin und Urbanität. "Berlin ist momentan ein Sehnsuchtsort", das ziehe viele seiner 380.000 Follower an, glaubt Schulz. Für ihn müssen bei Instagram-Kampagnen drei Seiten profitieren: Das Unternehmen durch gute Bilder und Reichweite, die Nutzer durch gute Bilder ohne PR-Charakter und er selbst durch eine angemessene Bezahlung.

Zu seinen Kunden zählten bereits Levi's, Converse, Universal, Spotify, Kodak, Adidas, Germanwings und eine Reihe anderer Marken. Für Generator Hostels führte er bereits mehrere Aktionen in verschiedenen Städten durch:

Protein Guide: #Regenerate from Protein® TV on Vimeo.

Michael Schulz ist noch einer der Instagramer, die alle Fotos mit dem iPhone machen. Hinterher werden sie mit mindestens zwei anderen Apps bearbeitet. Von den Instgram-Filtern lässt er meistens die Finger. "Die werden auch von anderen kaum noch benutzt".

Sylvia Matzkowiak

Als @goldie_berlin postet Sylvia Matzkowiak vor allem Reise- und Landschafts-Fotos und erreicht über 210.000 Follower. Sehnsuchts-Bilder, gerne mit Stand, Palmen und türkisfarbenem Meer. Seit über drei Jahren dreht es sich in ihrem Account um andere Orte. Entsprechend stellt sie auch für Kunden aus der Reisebranche neue Ziele vor. Für Tui führte sie beispielsweise einen #TUIPhotowalk auf der griechischen Insel Kos durch, bei dem 488 Fotos mit dem entsprechenden Hashtag entstanden.

Early morning at the pool ☀️ memories of @meinetui experience in Crete

Ein von Travel diary by Sylvia (@goldie_berlin) gepostetes Foto am

Matzkowiak schießt ihre Bilder mit professionellen Kameras und bearbeitet sie hinterher nach. Daher gehörten auch schon Technik-Hersteller zu ihren Kunden. 

Seit Anfang 2014 arbeitet sie bei dem Start-up Brandnew IO, einem Netzwerk, das passende Instagramer für Kampagnen auswählt und vermittelt. Jeder Instagramer kann sich dort anmelden und bekommt anschließend ein Profil, das Aspekte wie Land, Fotostil, Fotoinhalt, Anzahl Follower, Engagement und ähnliches festhält. Auf dieser Basis vermittelt Brandnew IO Instagramer weltweit an Kunden oder Agenturen. Die bekommen dann eine Art "Challenge" gestellt und sollen beispielsweise mit ihren Fotos eine Geschichte um ein bestimmtes Produkt herum erzählen - ohne platte Produktfotos zu machen.

Jörg Nicht

Die Hauptthemen von @jn sind Urbanität, Mobilität und das Verhältnis von Mensch und Architektur. Deshalb sind auf seinen Architekturfotos auch Menschen zu sehen. Weil er auch die Kombination von Stadt und Landschaft interessant findet, spielt das Thema Reise bei ihm ebenfalls ein große Rolle. Entsprechend hat er bereits für South Africa Tourism und Top Travel an Instagram-Kampagnen teilgenommen. Auch für Panasonic und Samsung hat er als Instagramer schon gearbeitet. Jörg Nicht betreibt seinen Account in der Freizeit. Er sieht aber, dass Instagram darauf angewiesen ist, dass Nutzer Content für die Plattform genieren, ohne dass es einen finanziellen Ausgleich gibt. "Insofern liegt es nahe, mit Firmen zu kooperieren und dadurch einen Ausgleich zu bekommen", glaubt er.

Dieses Foto von der Harbour-Bridge in Sydney entstand im Rahmen der Kampagne "The Big Aus" für Topdecker

Ein von joerg n (@jn) gepostetes Foto am

Sein Hauptinteresse an Instagram ist aber die Fotografie - er fotografiert seit seinem zwölften Lebensjahr. Mit dem ersten iPhone änderte sich die Herangehensweise. "Ich war fasziniert von der Kamera: Sie war schnell und ich hatte damit die Kamera auch immer dabei. Einem Freund zeigte ich die Fotos auch und wir suchten nach einer passenden App, um uns zu vernetzen. Dann kam Instagram heraus und wir waren davon begeistert. Zunächst änderte sich für mich nichts: Ich machte viele Fotos, nur zeigte ich sie nun bei Instagram. Nach einer Weile fiel mir auf, dass die Fotos auch anderen gefielen." Inzwischen folgen ihm 407.000 andere Instagramer.

Jörg Nicht hält Instagram aus Sicht des deutschen Marketings für unterbewertet: "Die Accounts werden nicht gepflegt, die erzählten Geschichten sind nicht interessant." Nur einige große Marken engagieren sich nach seiner Beobachtung. Allerdings: "Manchmal nur halbherzig und ohne das Medium hinreichend zu verstehen. Sie nutzen Instagram als Werbefläche, die mit Hochglanzfotos bestückt wird." Aus seiner Sicht fehlt auch bei vielen Agenturen das Verständnis für den Kanal. Entsprechend gäbe es auch kaum erfolgreiche deutsche Marken auf Instagram. "Weder sind Accounts Werbeflächen noch sind Instagramer Knipser, die simple Produktfotos erstellen. Instagramer liefern eine eigene Interpretation des Produkts, setzen es ganz anders in Szene als es auf den Werbefotos der Agenturen erfolgt." Daher plädiert er dafür, den Instagramern bei Kampagnen auch Verantwortung zu übertragen. "Ich erlebe es sehr oft, dass Werbeagenturen ihr Plakatfoto auf einem Instagramaccount sehen wollen. Das funktioniert nicht."

Sebastian Spasic

Als Fotograf kann Sebastian Spasic seine Arbeit mit seinem Instagram-Account @akusepp bestens verbinden - "auch wenn Instagram immer mehr Zeit in Anspruch nimmt", wie er sagt. Seinen 292.000 Followern dürfte das gefallen. Für sie dokumentiert er die Umgebung, in der er sich aufhält - auf Reisen sowie daheim in Dortmund. Spasic betreut außerdem Instagram-Account von einigen Unternehmen auf lokaler Ebene.

Unter eigenem Namen arbeitete er bereits unter anderem für Coca-Cola, Lumix, Smart, Universal Pictures, Kodak, Ford, Spotify, Europcar, Tourism Queensland, Thomas Cook und Lindner Hotels. Um Aufträge musste er sich noch nicht bemühen, bisher kamen die Kunden auf ihn zu: "Entweder über ihre eigene Marketing Abteilung oder eine beauftragte Agentur." Auch mit Workshops zum Thema "Instagram Marketing" macht er sich bei Kunden bekannt. 

Hier ein Foto, das bei einem Photowalk durch Berlin mit Kodak entstand:

Sebastian Spasic glaubt daran, dass Instagram in Zukunft eine größere Rolle im Kommunikationsmix von Unternehmen einnehmen wird. "Auch wenn es außerhalb des Performancemarketings liegt, wird es mehr und mehr als Branding-Kanal genutzt. Sowohl was die Engagement Rate als auch das absolute Engagement pro Post angeht, liegt Instagram inzwischen deutlich vor Facebook." Allerdings sei eine Content-Strategie für Instagram, als Teil der gesamten Digitalstrategie, unerlässlich. "Richtig angewandt kann Instagram für fast jede Branche interessant sein," sagt Spasic.

Seine Lieblings-Kampagne aus den USA stammt von Mercedes Benz zum Release des neuen CLA. Fünf bekannte amerikanische Instagramer durften jeweils fünf Tage mit dem neuen CLA durch die USA reisen und diese Reise dokumentieren:

Thomas Kakareko

Wie so viele begann auch @ThomasK auf Instagram, um Schnappschüsse unter Freunden auszutauschen. "Ich weiß noch, wie überrascht ich von der Qualität der Bilder war, schließlich waren die Handy Kameras damals bei weitem nicht so fortschrittlich wie heute. Ich habe damals einige Fotografen entdeckt, die im Verlauf der letzten Jahre zu Freunden geworden sind und die mich selbst als Fotografen ganz stark geprägt haben." Sein übergreifendes Thema ist die Straßen-Fotografie. Damit hat er 608.000 Follower gewonnen.

Im Frühjahr 2012 kontaktierte zum ersten Mal ein Unternehmen Thomas Kakareko, das mit ihm als Instagramer zusammen arbeiten wollte. "Am Anfang hatte ich keine Präferenzen und nahm einfach mit, was ich angeboten bekam. Schließlich war es eine große Ehre, als unbekannter Fotograf von global operierenden Unternehmen angefragt zu werden." Ob die Marke zu seinem Account, oder seine Bildsprache zur Marke passte, war damals noch nicht so wichtig. Heute ist es anders. "Wenn ich mit Marken arbeite, achte ich penibel darauf, dass ich mich mit der Marke als solcher und mit den Produkten identifizieren kann. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass man es den Bildern ansieht ob ein Fotograf wirklich zu der Marke steht, die er bewirbt, oder ob er es nur aus finanziellen Gründen tut." Diese Haltung ist für Kakareko auch Teil der Account-Pflege, schließlich will er keinen Werbe Channel haben, sondern als Fotograf wahrgenommen werden. Die Kundenliste ist dennoch - oder gerade deshalb - ansehnlich. Alleine 2014 nahm er an Kampagnen von Kodak, Phillip, Thomas Cook Deutschland, Lacoste, visitBerlin, Desigual, Yourfon, Paypal, Levi's, Samsung und Ford teil. 

Hier ein Foto für Thomas Cook:

Für Kakareko ist eine Instagram-Kampagne dann gelungen, wenn sie mit Hilfe von Bildern eine Geschichte erzählt. Im Optimalfall werde der User selbst Teil dieser Geschichte. "Plakative Werbung, die laut und aufdringlich ist, funktioniert auf Instagram nicht. Um auf Instagram erfolgreich Werbung zu machen, benötigt man authentische Fotos, die von authentischen Menschen gemacht wurden, welche einen besonderen Blick auf das Leben haben." Das Zauberwort lautet "organischer Content", der von Marken für Werbezwecke genutzt werden kann. Doch inzwischen ist es auf Instagram viel schwieriger geworden, Aufmerksamkeit zu bekommen: zu viele Contests, für die zu viele Influencer werben. "Man braucht also eine zündende Idee und die passenden Influencer."

Um Marken dabei zu unterstützen, wurde Kakareko 2012 einer der Mitgründer der Social-Media-Agentur Visumate. Sie sollte ursprünglich eine reine Instagram-Marketing-Agentur sein. "Wir haben aber schnell gemerkt, dass der Deutsche Markt dafür noch nicht bereit war." Damals mussten sie häufig noch Instagram als Netzwerk überhaupt erst einmal erklären. Inzwischen habe sich herumgesprochen, dass man über Instagram neue Käuferschichten für sich als Marke begeistern kann und den Kanal in übergreifende Kampagnen integrieren kann. "Mehr und mehr Marken entdecken Instagram für sich, wagen die ersten Schritte oder sehen es sogar als zentralen, strategischen Kommunikationskanal. Leider haben jedoch viele Instagram als Netzwerk und Community noch nicht vollständig verstanden und sehen es als Duplikation von Netzwerken wie Facebook."


7 Kommentare

Kommentieren

Anonymous User 9. Dezember 2014

Lieber Herr Hovmann,

hier mein letztes Wort an sie ,da sie in ihrem zweiten Kommentar erneut sehr emotional reagieren und zudem persönlich werden und mir dieses jetzt deutlich zeigt, dass sie einfach nur verärgert sind. Emotionale Argumente zeigen Unprofessionalität in jeder Hinsicht und sie beziehen sich dauern nur auf ihre persönliche Meinung und keine Fakten.

Meine Vermutung, dass du ebenfalls ein Instagramer bist, hat sich mit deinem zweiten Kommentar bestätigt.

Ich wünsche dir auf diesem Wege alles Gute und hoffe, dass du mit deinem Engagement von 10% auch eine gute Conversion Rate hast und nach 4 Jahren keine Ghost Follower bekommst.

Lg Sylvia

Anonymous User 9. Dezember 2014

Hallo Herr Hovmann,

Sie haben ja völlig Recht, dass viele Followerzahlen aufgeblasen sind und man sich viel mehr auf das Engagement fokussieren muss. Ihre Argumentation ist jedoch zu eindimensional auf Zahlen ausgerichtet. Hätte die Überschrift des Artikels "Diese Instagrammer sollten sie engagieren wenn sie in der Touristikbranche tätig sind“ gelautet, könnten wir jetzt über einzelne Accounts diskutieren.

Und genau hier liegt das Problem, dass einer Vielzahl der deutschen Unternehmen und Marken das Grundverständnis für Instagram fehlt und sie es ähnlich wie eine Buchung von Bannerwerbung betrachtet. Da werden dann die „größten" Instagrammer engagiert, das Ganze floppt und das Unternehmen ist enttäuscht, weil z.B. der eigene Account nicht gewachsen ist. Weil durch den jeweiligen Instagrammer aktivierte Nutzer nicht abgeholt wurden, da keine Interessanten Inhalte angeboten werden.

Zuallererst müssen Unternehmen eine umfassende Instagram Content Strategie aufbauen, einen Redaktionsplan, der einen passenden Mix aus paid, owned und earned Media beinhaltet. Und zwar überwiegend von Inhalten, die primär für Instagram erstellt und nicht zweitverwertet wurden. Professionelle Fotografie entscheidet sich grundlegend von Community Fotografie. In den USA ist man da schon viel weiter: Passende Instagrammer werden als Content Creators begriffen, die meist ein/zwei Fotos auf ihrem eigenen Instagram Kanal veröffentlichen, das Gros der Inhalte jedoch für den Instagram Kanal des Auftraggebers erstellen (mehr dazu z.B. hier http://www.aphotoeditor.com/2014/10/27/repping-instagram-photographers-tinker-street-mobile/).

Alle oben genannten Instagrammer sind Urgesteine der Community, haben in über vier Jahren eine Expertise aufgebaut und können Unternehmen zu geeigneten Inhalten, Influenzer Relations und Eigenschaften der Instagram Gemeinschaft beraten. Die Beauftragung von den passenden Instagrammern ist nur ein Teilgebiet dieser Beratungsleistung und wiederum mehrdimensional: Wer eignet sich inhaltlich? Wer spricht welches Publikum an? Wer hat die Fähigkeit, authentische Geschichten zu erzählen? Wer kann ein Produkt in seinem Stil in’s rechte Licht zu rücken? Wer interagiert optimal mit seinen Fans? usw.

Sie müssen nicht - wie ein anderer Kommentator - an die Wirkung von Instagram als Marketing-Tool glauben und dürfen es natürlich vernachlässigen. Aber ich verspreche Ihnen, dass es auch in Deutschland früher oder später ein Unternehmen in jeder Branche geben wird, die eben alles richtig macht. Und dem laufen dann viele Mitbewerber verzweifelt hinterher.

Viele Grüße
Michael Schulz

Anonymous User 8. Dezember 2014

Hallo Sylvia,

in meinem Kommentar habe ich mein Bedauern über den FollowerInstagramHype, hier auf Deutschland bezogen, kund getan. Ich wollte Sie oder irgend jemanden zu keiner Zeit persönlich angreifen, sondern lediglich einen Punkt hinter diesen Follower-Gesteuerten Artikel setzen. Hierbei habe ich mich auf die Erwähnten Accounts bezogen.

Zu Ihren Punkten:

1. Das muss ich leider verneinen. Ich erinnere an Ihren Artikel mit der großen Überschrift "Instagram funktioniert als Werbeplattform sehr sehr gut", indem sie mit lesbar erhobener Brust u.a. über Instagram, Brandnew IO und die tatsächliche Wirkung der Werbefotografie sprechen.

2. Meiner Meinung nach sind 10% Engagement (Likes und Kommentare in Bezug auf die Gesamtfollowerzahl) ein stimmiges Maß eines gesunden Accounts. Es gibt Accounts mit weit über 10% Engagement, aber wenn Leute hervorgehoben werden, aufgrund einer Vielzahl von toten Followern, wird die Wahrheit verblendet, wenn wir ehrlich sind.

3. Halte ich für Instagram in Deutschland für zu vernachlässigen. Die Plattform hat hier bei weitem nicht die Größe wie in den USA erreicht und ist nicht gleichermaßen anerkannt. IG hits bei Google sind des weiteren irrelevant, weil es eine Mobile Plattform ist und ca 50% des momentanen Surfens im Internet mobil stattfindet. Hier sehe ich eher eine sinnlose Verdopplung von Zahlen, welche am Ende kein eigenes Gewicht haben.

4. http://www.igexorcist.com/igexorcist.php - dies ist immerhin ein Anfang. Mit sehr großer Hoffnung, dass Instagram anfängt sich diese Thematik mehr zu Herzen zu nehmen.

5. Die Liste heißt "Suggested User List", Sie haben Recht. Jeder der seinen Account zu schätzen weiß, sollte die Einladung sofort verneinen, ein Teil der Community sein und das organische Wachstum bevorzugen.

Ich denke nicht, dass mein erster Kommentar nicht Tatsachen entspricht. Ich habe keine Feldstudie getätigt, aber eine Likes Anzahl von selten über 4000 (1,9%) bei einer Follower Anzahl von 210.000 sehe ich als schlagfertiges Argument, objektiv betrachtet.

Ich würde hier auch gerne meinem ersten Kommentar den Satz von M. Karstens beifügen: "Darüber hinaus funktioniert IG überregional. Für nationale Unternehmen nur bedingt einsetzbar." Bei dieser Masse an Followern sind deren Standorte so dermaßen verstreut, dass man nie eine gezielte Werbemaßnahme einleiten kann.

Ich bedanke mich für Ihre ehrlichen Antworten.

Anonymous User 8. Dezember 2014

Ich würde R. Hovmann zustimmen. Hier überblendet die Quantität die Qualität.

Zum einen stehen häufig Follower und Liker nicht in einem angemessenen Verhältnis, was u.a. auch auf die Vielzahl von Spam auf IG zurückzuführen ist: Tausende Profile, die vor 52 Wochen 3 Bilder hochgeladen haben und selber 8.000 Leuten folgen. Das mögen Leute sein, die sich einmal angemeldet und es nie wieder genutzt haben. Ein Schelm, wer behauptet, dass hier Follower künstlich angelegt und gekauft werden.

Darüber hinaus funktioniert IG überregional. Für nationale Unternehmen nur bedingt einsetzbar. Deutsche Hashtags erreichen nicht viele Menschen. Englische Hastags werden zwar genutzt, entsprechend stellen aber von den maximal 1% der Likes auch noch den Großteil internationale Follower. Ich glaube nicht, dass sich der Einsatz für ein nationales Unternehmen lohnt.

Anonymous User 8. Dezember 2014

Lieber R.Hovmann (Ist das wirklich ihr richtiger Name ? )

auch hier zeigt sich wieder klar die Unwissenheit in vielen Punkten:
Punkt 1: Keiner von uns bezeichnet sich als Marketing Spezialist - so etwas gibt es nicht. Wir wissen bedingt durch unsere Aktivität nur mehr als andere über Netzwerk.
Punkt 2: Welche Kennzahlen sind denn optimal ? Warum 10 % und nicht 15 % oder doch nur 3 % Engagement ? Was ist denn mit den visuellen Unterschieden ? Garantieren den 10 % Eigenengagement ein optimales Ergebnis für den Kunden ?
Punkt 3: Follower, Engagement sind nicht alles - Die Conversion haben sie leider vergessen.
Punkt 4: Mit welchem Tool haben sie die Auswertung über die "Toten" Follower errechnet - hier wäre ich über klare Kennzahlen sehr dankbar.
Punkt: 5 : Es gibt keine "EXPLORE" Liste, sie meinen eher die Suggested Users List - die sich anders auswirkt.

Alles in Einem muss ich feststellen, dass sie selbst fehlerhaft recherchiert haben, nicht alles als Ganzes betrachten und zudem nur Halbwissen vorweisen. Fehlende Kennzahlen und Quellen und eine subjektive Meinung sind für mich kein ernstzunehmender Einspruch.

Lg @goldie_berlin

Anonymous User 8. Dezember 2014

Entschuldigen Sie bitte - aber hier muss ich meinen Einspruch aussprechen.

Instagram ist nicht mehr die Plattform die Sie vor einiger Zeit war. Die momentane Entwicklung von Instagram beschäftigt sich maßgeblich mit Nummern Waschen und der dazukommenden Irreführung durch eine hohe Followerzahl.

Diese sogenannten "Infulencer" werden in ein Licht gestellt, welchem Sie nicht stand halten. Sich selbst als Marketing Spezialisten darstellen, obwohl sie augenscheinlich nicht mehr als eine hohe Zahl nach Ihrem Accountnamen stehen haben.

Berlinstagram 391k Follower überschreitet selten die 10.000k likes Marke.
Goldie_berlin 218k Follower überschreitet selten die 4k likes Marke
akkusepp 293k Follower überschreitet selten die 5k likes Marke
JN 411k überschreitet gelegentlich die 11k likes Marke
Thomas_K 608k überschreitet selten die 9k likes Marke

Wenn man nun bedenkt, dass keiner dieser "Influencer" auch nur im Ansatz die 10% seiner Follower Zahl aktiv erreicht und die Follower übergreifend in hoher Zahl die selben sind, sehe ich hier eine Verblendung der Tatsachen und Irreführung von Firmen, welche sich nicht mit dem sozialen Netzwerk Instagram genügend auseinander gesetzt haben.

Verdreifachen wir die Anzahl an Likes, was SEHR utopisch ist, kommt noch immer keiner der aufgeführten Accounts auf 10% - wenn wir die Follower einberechnen, die nicht aktiv Liken.

Accounts mit weitaus geringerer Followerzahl erreichen gleiche Werte oder gar Höhere und haben einen potenziell größeren Mehrwert für Firmen - nur werden diese von Accounts mit einer unglaublichen Anzahl an toten Followern aus dem Sichtfeld gedrängt.

Als Firma bzw Auftraggeber sucht man immer nach dem größt möglichem "Engagement" und dieses bekommt man NICHT wenn man eine Emailadresse im Profil stehen hat und eine hohe Zahl dadrüber. Es gehört weit mehr dazu, als ein Bild zu posten - es reicht für einen Eindruck, aber das Geld wäre in Händen wirklicher Experten besser aufgehoben.

Wir sind Zeitzeugen wie ein soziales Netzwerk sich eine eigene Blase erstellt hat und eine Inflation mit sich bringt. Wie passiert das? Leute mit hoher Follower Zahl sind a: berühmt b: schon sehr lange bei Instagram - was mit SEHR vielen toten Followern verbunden ist, oder c: werden Permanent auf die "EXPLORE" Liste von Instagram gesetzt - was mit Followern resultiert, die Instagram als soziales Netzwerk nicht verstehen, oder Ihren Account nach dem ersten Durchstöbern nicht wieder öffnen.

Es freut mich, dass Menschen Ihren Weg finden und durch ein soziales Netzwerk an Ruhm und neue Möglichkeiten gelangen, aber es stört mich, wenn Leute verblendet werden und selbst Journalisten Ihrem Beruf nicht nachkommen und die nötige Recherche bezüglich eines Themas nicht ausreichend betreiben. Dies macht es schwerer für Menschen, welche wirklich etwas von Ihrem Handwerk verstehen, eine Stimme zu bekommen.

Die Blase wächst, Ihr Social Media Experten.

Anonymous User 8. Dezember 2014

Danke Franziska für diesen tollen Artikel!

Diskutieren Sie mit