Sicherheitssoftware :
Fusion der Virenkiller: Avast übernimmt AVG

Die Aussichten auf gute Geschäfte mit IT-Sicherheitsoftware sorgen für eine weitere Milliarden-Fusion: Jetzt ist Avast dran.

Text: W&V Redaktion

Die Aussichten auf gute Geschäfte mit IT-Sicherheitsoftware sorgen für eine weitere Milliarden-Fusion: Der Anbieter Avast übernimmt den Konkurrenten AVG. Der Kaufpreis liegt bei etwa 1,3 Milliarden Dollar (knapp 1,2 Mrd Euro), wie Avast am Donnerstag mitteilte. Das Angebot von 25 Dollar je Aktie bedeutet einen Aufpreis von einem Drittel auf den AVG-Schlusskurs von Mittwoch. Zusammen kommen die beiden Anbieter auf 400 Millionen Installationen ihrer Software, davon 160 Millionen auf mobilen Geräten.

Das Geschäft mit IT-Sicherheit gilt angesichts der wachsenden Bedrohungen durch Cyberangriffe unter Finanzinvestoren als lukrativ. Allerdings ist der Markt sehr fragmentiert. Neue Player machen etablierten Anbietern von Antiviren-Software mit alternativen Ansätzen Konkurrenz. Sie überwachen zum Beispiel den Datenverkehr, statt nach bekannten Viren zu suchen. Erst vor wenigen Wochen kündigte Branchen-Schwergewicht Symantec die Übernahme des Rivalen Blue Coat für 4,65 Milliarden Dollar an und will dessen Chef an die eigene Spitze setzen.

Avast und AVG wurden beide vor mehr als 20 Jahren in Tschechien gegründet und expandierten später global. Avast plante vor einigen Jahren auch einen Börsengang, sagte ihn dann jedoch unter Hinweis auf ungünstige Marktbedingungen ab.


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