SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz :
"Gottkanzler" Schulz dankt Reddit-Usern per Video

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedankt sich in einem Youtube-Video bei Reddit-Usern. Die dortige Seite "The Schulz" mischt satirisch im Wahlkampf mit - inklusive Hymne und Claim ("Make Europe Great Again").

Text: Ulrike App

- 10 Kommentare

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedankt sich in einem Youtube-Video bei Reddit-Usern.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bedankt sich in einem Youtube-Video bei Reddit-Usern.

Die Reddit-User haben es schon im November geahnt: Martin Schulz tritt für die SPD als Kanzlerkandidat an. Denn auf Reddit hat "The Schulz" bereits seit Wochen einen neuen Spitzennamen: "Gottkanzler". Unterstützer des Ex-Europa-Politikers verkünden dort etwa stolz, dass sie ein Parteibuch der Sozialdemokraten beantragt haben ("Ich tat es") - alles hart an der Grenze zur Satire.

Per Videobotschaft bedankte sich Schulz jetzt bei den "lieben Reddit-Usern", das sei "ja eine richtige Welle" und eine "riesige Hilfe". Und nutzte den knapp zwei Minuten langen Clip gleich für eine Mini-Wahlkampfrede, die inzwischen immerhin mehr als 50.000 mal auf Youtube angeklickt wurde.

Das dortige Schulz-Konto hat nach Parteiangaben nicht die SPD selbst eingerichtet. Neben Schulz' Dankesworten gibt es da seit einigen Tagen auch den "Schulzzug" zu hören: "Glück auf, der Schulzzug rollt", erklingt es im schönsten Humptata-Stil auf die von der SPD geliebte Steigerlied-Melodie, "und er hat keine Bremsen, fährt mit voller Kraft ins Kanzleramt". Das Video endet mit einem der beliebtesten Motive des Online-Fanclubs: Schulz' Antlitz im Stil von Barack Obamas blau-roten Plakaten aus der US-Wahl 2008.

Einen Wahlkampfslogan hat die kleine Schulz-Bewegung sich für den "hochenergetischen" Hoffnungsträger auch schon ausgedacht. "Make Europe Great Again", das sich praktischerweise "MEGA" abkürzen lässt. Wer genau hinter der Seite steckt, ist noch unklar. Inspiriert wurde "The Schulz" von "The Donald" (Reddit-Seite für Donald Trump). Auf Reddit findet sich aber inzwischen eine Erklärung zur Aktion des Users "Schulzenbrothers". Der User erklärt, dass er Schulz interviewt habe und auch das Lied gedichtet habe. Ganz am Ende steht: "P.P.S.: Tut mir leid, ich bin nicht Böhmi."


Autor:

Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.



10 Kommentare

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Anonymous User 2. Februar 2017

@hans: Den Ton verbitte ich mir. Ich kenne Sie nicht, Sie nennen mich also nicht Schätzelein und behandeln mich mit dem mir zustehnden Respekt, wie sich das unter Menschen gehört. Frauendiskriminierung steht Ihnen ebenfalls nicht eben gut. Wenn Sie so wahrgenommen werden möchten, ist das natürlich Ihre Sache.
Sie schrieben: "Die AfD kann man getrost zu den neoliberalen Parteien dazu zählen." Das stelle ich infrage. Und sie schrieben, "dass die rechtsextremen Hetzer nur die logische Fortsetzung der neoliberalen Hetzer sind. Schröder, Fischer, Westerwelle und ihre Bande haben erst das entsolidarisierte Klima geschaffen, dass die Faschisten Europas nun zum Spalten nutzen." Auch das stelle ich infrage: dass die "Bande" der Grund für den AfD-Zulauf ist. Wenn ich etwas infrage stelle, denke ich, Sie werden eine gute Antwort und Argumente oder Fakten haben. Da kamen bisher keine, nur Beleidigungen.
Nirgends behaupte ich, dass Sie "für die AfD" argumentieren. Ich schrieb, Kritik an Regierungen ist kein (ich hätte sagen sollen: liefert kein) Argument für die AfD (also deren Entstehung und Zulauf).

Anonymous User 2. Februar 2017

Schätzelein. Mit keiner Silbe habe ich für die AfD argumentiert. Du hast absolut nichts gerafft. Nu schwirr ab und kauf dir neue Pumps.

Anonymous User 2. Februar 2017

@Hans: Wo Sie polemisieren, habe ich Sie etwas gefragt und argumentiert. Ihre Antworten gehen auf diese Punkte gar nicht ein, sondern wettern gegen die demokratischen Parteien. Das ist aller Ehren wert, Kritik haben diverse unsere Regierungen durchaus verdient und sich der auch zu stellen. Argument für die AfD ist das aber keins.
Sie bringen ja hier keine Diskussion weiter. Mich zu diskreditieren holt Sie da auch nicht raus.

Anonymous User 2. Februar 2017

@ Susanne

Wie ich sehe, wollen sie gar nicht mit dem Argumentieren beginnen. Sie können nicht mal links und rechts unterscheiden, sind somit intellektuell nicht satisfaktionsfähig. Das macht hier also keinen Sinn. Bitte wenden sie sich wieder dem Dschungelcamp zu machen sie Selfies oder gehen sie einkaufen. Für mich ist das jetzt hier beendet.

Anonymous User 2. Februar 2017

@Hans: Die freundliche Aufforderung kann ich nur zurückgeben. Haben Sie mal das Wahlprogramm dieser "Neoliberalen" gelesen?

Anonymous User 2. Februar 2017

@ Susanne

Bitte bilden Sie sich weiter. Selten habe ich so einen Tinnef gelesen. Die AfD kann man getrost zu den neoliberalen Parteien dazu zählen. das ändert nichts daran, dass die rechtsextremen Hetzer nur die logische Fortsetzung der neoliberalen Hetzer sind. Schröder, Fischer, Westerwelle und ihre Bande haben erst das entsolidarisierte Klima geschaffen, dass die Faschisten Europas nun zum Spalten nutzen. Natürlich werde ich nicht die SPD wählen.
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Anonymous User 2. Februar 2017

@Hans: Mit ihrem Vokabular rücken Sie sich in die Nähe von rechtsextremen Antidemokraten, denn das ist Sprache neurechter Populisten: "ARGE-Faschismus", "ARGE-Regime", "neoliberale Einheitsparteien", "Hetzpropaganda gegen Mittellose".
Im Übrigen ist das Demokratie: Schulz repäsentiert Sie nicht? Dann wählen Sie ihn doch einfach nicht! Wen kümmert das? Das dürfen Sie in diesem Nicht-Regime ganz allein entscheiden.

Anonymous User 2. Februar 2017

Die "sozialdemokratiche" Partei hat all die ganze Scheiße, die uns jetzt auf die Füße fällt hauptamtlich zu verantworten. Exportüberschüsse auf dem Rücken der Arbeitnehmer, das war Schröders Rezept. Ganz genau, die Agenda 2010 und die Einführung des ARGE-Faschismus, dafür steht auch der "sozialdemokratiche" Herr Schulz. Unter Merkel wurde das ARGE-Regime nach und nach und meist ohne große Anteilnahme der Qualitätsmedien noch verschärft. Wer als Arbeitnehmer eine der neoliberalen Einheitsparteien wählt, hat den Schuss nicht gehört. Ohne das deutsche Lohndumping wäre auch der Euro jetzt nicht kaputt und Griechenland nicht so pleite. Die neoliberale Agenda wurde im Übrigen von einer massiven Hetzpropaganda gegen Mittellose (siehe "Florida Rolf" in der Bild) begleitet, leistete somit der Verrohung der europäischen Gesellschaften und dem Rechtsruck in Europa vorschub. Herr Schulz hat diese massiven Probleme mit kreiert und mimt nun den Feuerwehrmann. Er repräsentiert mich nicht.

Anonymous User 1. Februar 2017

Nein nein,was fällt dem Deutschen noch alles ein.Wer wählt denn hier Martin Schulz.Der ist doch auch kein Cent besser als die anderen Wahlversprecher.Will er damit sein image in Wikipedia aufbessern?Diesen Herrschaften kann man nicht mehr auf den Weg trauen.Ich bin 80 Jahre alt und habe wie auch andere Bürger schon viele,ja zuviele Politiker gesehen,die den Leuten das blaue vom Himmel versprochen haben.Gehalten haben sie nichts.Haben sich jahrelang im Bundestag den Hintern breit gesessen,haben hohe Diäten und Gehälter kassiert und gesehen hat man seine Abgeordneten nie.Doch,8 Wochen vor den Wahlen haben sie ihre Stände aufgestellt und haben bei den Bürgern um Stimmen gebettelt und haben gelogen das sich die Balken verbogen haben
Keine Partei ist heute mehr glaubwürdig.Andere Leute buffen und malochen um ihre Familien zu ernähren und diese Herrschaften genießen das Leben in saus und braus.Nein,manchmal schämt man sich,Deutscher zu sein

Herr Stein

Anonymous User 1. Februar 2017

DIESER ZUG KENNT KEINE BREMSEN!!

EIN NEUER TAG MIT HOHER ENERGIE UND HOCHSCHULZEN!

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