Comscore-Studie :
iPhone-Nutzer: Ein Viertel kauft über Smartphone ein

Zehn Prozent der Seitenaufrufe in Deutschland kommen mittlerweile nicht mehr von PCs, sondern von mobilen Geräten. Immer beliebter wird auch das mobile Shoppen - vor allem bei iPhone-Besitzern.

Text: Uli Busch

Die Internetnutzung verlagert sich langsam, aber zunehmend Richtung Mobile: Zehn Prozent der Seitenaufrufe in Deutschland kommen mittlerweile nicht mehr von PCs, sondern von mobilen Geräten. Das zeigt die Comscore-Analyse "2013 Future in Focus - Digitales Deutschland". Die beliebteste mobile Website der Bundesbürger ist dabei Google. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2012 besuchten monatlich durchschnittlich 14,4 Millionen Unique User die Site von unterwegs. Es folgen Facebook (10,4 Millionen UU) und Wikipedia (6,1 Mio. UU). Auch Shoppingplattformen sind unter die Top Five: Die Auktionsplattform Ebay (5,3 Mio UU) und Versandhändler Amazon.com (4,6 Mio UU) kommen auf Rang vier und fünf. Ähnlich sieht es bei den Top-Apps aus, allerdings liegt hier statt Wikipedia der WhatsApp Messenger auf Rang drei.

So kaufen die Deutschen auch immer mehr mobil ein: 14 Prozent der Smartphone-Besitzer haben im Dezember 2012 (Durchschnitt errechnet auf Basis der letzten drei Monates des Jahres 2012) via Smartphone geshoppt - 4,4 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Dabei sind die iPhone-Besitzer shoppingfreudiger als diejenigen mit einem Android-Gerät. Fast ein Viertel (23,3 Prozent) derjenigen mit Apple-Gerät kauften im letzten Monat des vergangenen Jahres über ihr Smartphone ein. Bei den Android-Anhängern waren es zehn Prozent weniger.

Auch immer mehr Nutzer reagieren auf mobile Werbeformen: 15,2 Prozent der Smartphone-Besitzer haben bei der mobilen Nutzung sozialer Netzwerke Werbung angeklickt. Mehr als ein Fünftel haben Posts von Firmen, Marken oder Events unterwegs gelesen. Bei den 18-bis 24-Jährigen waren es sogar über 43 Prozent.  Im Web oder in einer App hat knapp jeder Fünfte aller Befragten schonmal unterwegs Banner angesehen. Bei den unter 24-Jährigen sogar fast ein Drittel (30,3 Prozent).