Smart Ideas :
Mit einem Klick vom Selfie zum Emoji

Ein neues Feature in Googles Messenger-Dienst Allo verwandelt Selfies automatisch in personalisierte Sticker. Die können dann im Chat wie Emojis verwendet werden.

Eine Auswahl der individuell gestalteten Emojis von Google.
Eine Auswahl der individuell gestalteten Emojis von Google.

Dass das Bedürfnis nach Selbstdarstellung real ist, haben wir an dieser Stelle vor ein paar Wochen gesehen. Doch nicht nur Adobe beschäftigt, was man aus einem Selfie rauskitzeln kann, auch Google hat eine smarte Idee.

Für seinen Messenger-Dienst Allo hat Google vor wenigen Tagen ein neues Features veröffentlicht, dass Selfies in Sticker verwandelt. Diese kann man im Chat dann statt Emojis verwenden.

Qualitative Übersetzung von Pixeln

Der Umrechnung der Pixel liegt ein Algorithmus zugrunde. Er erkennt nicht einfach nur Haar- und Augenfarbe, sondern ahmt das menschliche Sehen nach. Es geht also nicht um eine 1:1-Übersetzung der Bildinhalte, sondern um: Kontext. Wie eine Person wahrgenommen wird, hängt nämlich immer auch von der Situation und vom Gegenüber ab. Wenn es nach Google geht, kann es den einen perfekten Avatar nicht geben. Stichwort: Akzeptanzlücke.

Erster Ausdruck: Sarkasmus

Eine Testgruppe echter Menschen hat den Algorithmus trainiert, welche Frisur und Haarfarbe am repräsentativsten ist. Doch selbst bei Google bekommt der Zufall eine Chance. Der User kann seinen eigenen Avatar nachträglich pimpen, etwa eine passendere Augenform wählen oder Accessoires wie einen Regenbogen hinzufügen.

Ähnlich wie bei Adobe entscheidet auch hier keine künstliche Intelligenz allein über das Ergebnis. Das perfekte Selbstbild - ganz egal ob Selfie oder Sticker - liegt eben doch im Auge des Fotografen.

Zunächst ist das Feature nur für Android verfügbar, bald soll aber ein Rollout für iOS folgen.


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

ist seit Februar 2014 Redakteurin im Ressort Marketing, wo sie über Mode und digitales Marketing schreibt. Bevor sie zu W&V kam, hat sie ein Onlinevolontariat bei Condé Nast absolviert und war anschließend drei Jahre als freie Autorin tätig, unter anderem als Bloggerin für Yahoo.



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