Venture Capital :
Münchner Chatbot-Startup erhält 5 Mio. Euro Kapital

Whatsbroadcast, das Münchner Startup für Messenger-Services und Chatbot-Technologien, sichert sich eine Finanzierungsrunde über 5 Millionen Euro. 

Text: Verena Gründel

Die Kernkompetenz von Whatsbroadcast liegt im Messenger-Marketing.
Die Kernkompetenz von Whatsbroadcast liegt im Messenger-Marketing.

In Chatbot-Technologien setzten Marketer und Unternehmen große Hoffnung. Die Marktforscher von Gartner zum Beispiel schätzen, dass 40 Prozent der mobilen Unterhaltungen bis 2020 von Chatbots beantwortet werden. Und Oracle fand in einer Umfrage heraus, dass ebenfalls bis in drei Jahren rund 80 Prozent der Marken weltweit Chatbots in der Kundenbetreuung einsetzen wollen. Denn Chatbots haben das Potenzial, das Problem der 1:1-Kommunikation auf bezahlbare Weise zu lösen. 

Kein Wunder also, dass Venture-Capital-Geber verstärkt in Chatbot-Technologien investieren. Zum Beispiel in Whatsbroadcast: Der Münchner Anbieter von Messenger-Services für Unternehmen im Bereich der Endkundenkommunikation gab gestern eine Finanzierungsrunde über 5 Mio. Euro bekannt.

Das größte europäische Serie-A-Investment im Bereich Chatbots

Es sei im Bereich Messenger-Services und Chatbots das bis heute größte europäische Serie-A-Investment, sagen die Münchner selbst. Serie A beschreibt die erste professionelle Finanzierungsrunde von Venture-Capital-Gebern. Zu den Investoren gehören der Hightech Gründerfonds, Müller Medien sowie Media + More Venture und Wessel Management.

Seit seiner Gründung Anfang 2015 lieferte Whatsbroadcast Chatbot- und Messenger-Infrastruktur und -Tools für rund 800 Unternehmen, größtenteils aus dem deutschsprachigen Raum. Das Startup rund um die Geschäftsführer Franz Buchenberger und Max Tietz bietet seinen Service als Software as a Service-Lizenz. Es unterstützt die Plattformen Whatsapp, Facebook Messenger, Telegram und Insta.

Worauf Marken beim Bau eines Chatbots achten sollten, zeigen diese 9 Tipps. Mehr zum Thema Chatbots im Marketing lesen Sie in Teil 3 der dreiteiligen KI-Serie in Ausgabe 34 der W&V. Bestellen können Sie die drei Ausgaben der Serie hier


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.