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Nestea: Wie #DeineFreiheit zum Bashtag wird

Spätestens seit der missglückten Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei im April 2014 weiß die ganze Welt, was ein Bashtag ist – ein Hashtag, der zum "bashing" genutzt wird. Auch der aktuellen Nestea-Kampagne mit dem Claim "Dein Schluck Freiheit" droht nun dieses Schicksal.

Text: Franziska Mozart

17. Jun. 2014 - 1 Kommentar

Spätestens seit der missglückten Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei weiß die ganze Welt, was ein Bashtag ist – ein Hashtag, der zum "bashing" genutzt wird. Unter #MyNYPD wollte die Polizei im April ein paar nette Fotos von New Yorkern zusammen mit den Ordnungshütern bekommen – tatsächlich wurde der Hashtag aber vielfach verwendet, um zu zeigen, wie hart Uniformierte gegen Demonstranten vorgehen.

Auch bei der aktuellen Nestea-Kampagne mit dem Claim "Dein Schluck Freiheit" droht der Hashtag zum Bashtag zu werden. Unter #DeineFreiheit posten viele User auf Facebook und Twitter nicht die von Nestea erhofften Freiheitsmomente, sondern kritisieren den Konzern Nestlé für Tierversuche, Verunreinigungen des Trinkwassers, sogar für vermeintliche Kinderarbeit und ähnliches:

Die Hashtag-Aktion ist Teil eines Gewinnspiels, das Nestea auf Facebook anteasert und für das die Marke mit der Foto-Community 1414 der "Bild"-Zeitung kooperiert.

Nestlé Deutschland weist zwar darauf hin, in Deutschland nicht für den Vertrieb und die Kampagne zuständig zu sein – die Vertriebs-Konzession liegt bei Coca Cola Deutschland.

Die User interessiert das aber wenig. Und auch der Blog Onlinemarketing.de spannt einen Bogen zu dem früheren Nestlé-Shitstorm, den Greenpeace anzettelte.

Warum wir momentan so viele Hashtag-Kampagnen sehen und wie der perfekte Hashtag aussieht, lesen Sie hier.


1 Kommentar

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Anonymous User 17. Juni 2014

Der Claim ”Dein Schluck Freiheit" für Nestea ist aber auch dermaßen sinnentleert (emotional und inhaltlich), dass man förmlich nach einem anderen Bezug sucht und diesen in der Marke Nestlé dann sehr gerne findet.

Platter und dümmer kann man Nestea nun wirklich nicht positionieren. Und DAS ist es, was sich rächt sich. Zu Recht!

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