Neustart für Commentarist

Nach einer monatelangen Zwangspause startet der Meinungs-Aggregator Commentarist erneut. Sie musste Anfang 2011 vom Netz genommen werden, nachdem zwei Verlage mit rechtlichen Schritten drohten.

Text: Franziska Mozart

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Nach einer monatelangen Zwangspause startet der Meinungs-Aggregator Commentarist erneut. Die Seite verlinkt auf tagesaktuelle Kommentare und Kolumnen von derzeit über 1.000 Journalisten. Sie gliedern sich in verschiedene thematische Kategorien, außerdem können die Texte einzelner Journalisten und Nachrichtenseiten abonniert werden.

Bereits Anfang 2011 starteten Eric Hauch und Mircea Preotu ihren Dienst, mussten die Seite aber schon nach kurzer Zeit wieder vom Netz nehmen, nachdem zwei Verlagshäuser (SZ und FAZ) mit rechtlichen Schritten gedroht hatten. Commentarist teastert die Kommentare der verschiedenen Seiten an und verlinkt auf die Quelle. Den beiden Verlagshäusern ging das aber zu weit. Das Start-up dagegen argumentiert, dass es die Leser auf neue Kommentare aufmerksam macht und sieht sich als Unterstützer der Nachrichtenseiten.

Inzwischen ist die Seite mit einer Reihe von Medienpartnern neu gestartet. SZ und FAZ sind nicht dabei, dafür 14 andere, etwa "der Freitag", "Siegel Online" und die "taz". Mit neuer Technik und zusätzlichen Optionen will Commentarist nun erneut Orientierung im Meinungsjournalismus bieten. Neu ist etwa die tägliche Presseschau um 8.00. Sie liefert einen Überblick über die meistdiskutierten Themen des Vortages. Ebenfalls neu ist das Ranking der populärsten Autoren und Nachrichtenseiten.

Finanziert wird die Seite vorläufig durch ein Investment der Münchener Beratungsfirma Mücke, Sturm & Company. "Wir sehen verschiedene Möglichkeiten, Commentarist zu monetarisieren, legen aber Wert darauf, dass dies nicht über simple Bannerwerbung geschieht," betont Hauch. Die Verlage, mit denen die Seite derzeit kooperiert, beteiligen sich daran nicht finanziell.


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