Die Debatte um Fake-News hat am Mittwoch neuen Anschub bekommen: Der zukünftige US-Präsident Donald Trump hat sich bei seiner Pressekonferenz in New York ein hartes Gefecht mit Journalisten geliefert und den Medien mit Sanktionen gedroht. Die Online-Plattform "Buzzfeed" bezeichnete er als "einen versagenden Haufen Müll". Dem "CNN"-Reporter Jim Acosta attestierte Trump: "Du bist Fake-News."

Acosta hatte mehrfach versucht, eine Frage an Trump zu stellen, dieser wies ihn aber wiederholt zurück und ließ die Frage schließlich nicht zu. Das Wortgefecht zwischen beiden wurde zum vielbeachteten Thema in sozialen Medien.

Der Reporter erklärte später auf CNN, Trumps Sprecher Sean Spicer habe angedroht, ihn aus dem Raum werfen zu lassen, falls er weiter versuche, seine Frage zu stellen.

"CNN" hatte zuvor über angebliche Verwicklungen Trumps in Russland berichtet. Der Republikaner hatte zuvor empört auf unbewiesene Vorwürfe reagiert, Russland besitze belastendes Material gegen ihn und könnte ihn somit in der Hand haben. Die Berichte seien Unsinn, sagte der künftige Präsident. "Kranke Leute haben diesen Scheiß zusammengeschrieben." Mindestens eine in den Berichten genannte Person sei zum fraglichen Zeitpunkt nicht wie berichtet im Ausland gewesen. Auch die US-Geheimdienste stuften die Informationen als nicht stichhaltig ein.

Im Kern geht es um Informationen aus dem Privatleben Trumps und zu seinen Geschäftsbeziehungen nach Russland. In den zunächst als nicht stichhaltig eingestuften Memos, über die es angeblich eine zweiseitige Zusammenfassung bei den US-Geheimdiensten gibt, soll es um Vorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013 gehen. Ferner sollen sie Informationen zu Trumps Geschäftsbeziehungen nach Russland enthalten. Außerdem sollen Leute aus Trumps Wahlkampfteam im Wahlkampf ständige Kontakte nach Moskau unterhalten haben. (app/mit dpa)


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W&V Redaktion
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