Das Streaming, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, sorgt derzeit erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt für Wachstum in der Musikindustrie. Spotify ist die klare Nummer eins in dem Geschäft mit mehr als 100 Millionen Nutzern, von denen über 40 Millionen zahlende Abo-Kunden sind. Apple kommt mit seinem Streaming-Dienst, der keine Gratis-Variante hat, eineinhalb Jahre nach dem Start inzwischen auf 20 Millionen Abos.

Darüber hinaus gibt es diverse kleinere Anbieter wie Napster und Deezer, die in Deutschland auch auf Kooperationen mit den Discountern Lidl und Aldi setzen, wo ihr Service günstiger zu haben ist. Und die Konkurrenz nimmt weiter zu: Zeitgleich mit dem Deutschland-Start von Soundcloud Go kündigte das amerikanische Internet-Radio Pandora seinen eigenen Abo-Service für das kommende Jahr an. Pandora hatte dafür Technologie des gescheiterten Streaming-Dienstes Rdio gekauft.

"Es gibt viele andere Musikdienste, aber sie sehen alle weitgehend gleich aus", sagt dazu Soundcloud-Chef Ljung. Die Berliner Firma wolle die Kunden damit überzeugen, dass sie mehr biete: "Wenn zum Beispiel Nicki Minaj beschließt, in der Nacht einen Song aufzunehmen und zu veröffentlichen, nutzt sie dafür Soundcloud." Weil auch noch unbekannte Musiker ihre Stücke auf die Plattform hochladen, habe man zudem einzigartige Daten dazu, welche Musik in Zukunft populär werden könnte. (dpa)


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W&V Redaktion
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