Videowerbung :
Verlagerung zum kleineren Screen

Unternehmen investieren verstärkt in Onlinevideos – zulasten herkömmlicher TV-Spots. Marketer bemängeln aber die fehlende Transparenz bei der kreativen Videoproduktion.

Text: Franz Scheele

Eine große Mehrheit von Marketingverantwortlichen und Videoproduzenten (78 Prozent) sind der Überzeugung, dass werbungtreibende Unternehmen inzwischen verstärkt in Online- und Digitalvideos investieren zulasten traditioneller TV-Werbespots. Dies geht aus der Studie "2018 Pulse of Video Industry" der Werbecontent-Produktionsfirma Studio Now hervor, bei der im Februar und März mehr als 250 Marketingverantwortliche und Videoproduzenten befragt wurden.

Einer der Gründe für diese Umschichtung: Sinkende Werbebudgets der Unternehmen bei gleichzeitig größerem Bedarf an Videocontent, um die verschiedenen neuen, digitalen Werbekanäle bedienen zu können. So gaben 45 Prozent der befragten Teilnehmer an, dass in diesem Jahr das Gesamtbudget für die Produktion von Videocontent gesunken sei, während gleichzeitig die Nachfrage nach Videocontent steige.

Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass für viele Marketer – schon aus Kostengründen – der Ausschreibungsprozess für die kreative Videoproduktion zunehmend in den Fokus rückt. 54 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass es hierbei eine größere Transparenz zwischen Agenturen und Marken geben müsse. Und 84 Prozent sind der Meinung, dass der Ausschreibungsprozess signifikant verbessert werden könnte.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.