Hierbei stehen für uns folgende Forderungen im Mittelpunkt:

  • Wir erwarten faire, transparente und zukunftsorientierte regulatorische Rahmenbedingungen. Den Gesetzgeber fordern wir auf, das Recht, sein eigenes Publikum zu finden, als wichtiges Gut und allgemeines Recht zu begreifen und im Sinne einer vielfältigen Medienlandschaft zu bewahren und zu schützen.
  • Menschenwürde, Jugend- und Nutzerschutz sind für uns unumstößliche Schutzgüter. Auf ihren Schutz sollten wir uns konzentrieren und nicht auf sinnlose administrative Verfahren.
  • Die vom Gesetzgeber festgelegte Lizensierungspflicht von Medieninhalten muss an die Realität angepasst werden. Angemessener wäre eine "qualifizierte Anzeigepflicht" wie bei Radioangeboten. Der Produzent verpflichtet sich mit diesem Schritt wiederum, seine Kontaktdaten der zuständigen Landesmedienanstalt zuzuführen und diese in einem Impressum beim Livestream-Angebot sichtbar zu machen.
  • Die umsetzenden Landesmedienanstalten fordern wir ihrerseits auf, bis zu einer Lösung die notwendigen Gebühren für einen Lizenzantrag von derzeit mindestens 1.000 Euro auf ein faires und angemessenes Maß herunter zu setzen. Nur so kann jeder Antragsteller, unabhängig von den persönlichen Einkommensverhältnissen, von seinem Recht, sein eigenes Publikum finden zu können, Gebrauch machen. Als Obergrenze für natürliche Personen ohne kommerzielle Verwertung sollten nicht mehr als 25 Euro angesetzt werden.
  • Die Antragsverfahren sollten beschleunigt und entbürokratisiert werden (z.B. durch Verzicht auf ein polizeiliches Führungszeugnis etc.)
  • Die Aufzeichnungspflicht für Livestreams sollte ersatzlos gestrichen werden. Zulassungen müssen zeitlich unbegrenzt oder mindestens für einen deutlich längeren Zeitraum vergeben werden.

gezeichnet

Markus Hündgen, Gründer/Geschäftsführer

Dr. Dimitrios Argirakos, Gründer/Geschäftsführer European Web Video Academy GmbH


Autor:

W&V Redaktion
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