Studie :
Wie US-Teens Social Media nutzen, bestimmt das Einkommen

Facebook-Prekariat? Welches soziales Netzwerk amerikanische Teens nutzen, hängt laut einer Studie des Pew Research Center stark vom Einkommen der Eltern ab. Trotz aller gesellschaftlichen Unterschiede steht Social Media dennoch bei der Generation Z hoch im Kurs.    

Text: Sebastian Blum

Ob amerikanische Teenager auf Facebook oder auf Instagram unterwegs sind, hängt laut einer Studie vom Einkommen der Eltern ab.
Ob amerikanische Teenager auf Facebook oder auf Instagram unterwegs sind, hängt laut einer Studie vom Einkommen der Eltern ab.

Instagram-Elite und Facebook-Pöbel? Laut einer Studie des Pew Research Center hängt das Social-Media-Verhalten amerikanischer Teens stark vom Einkommen der Eltern ab: So soll die Foto-Community ein Tummelplatz der reichen Kids sein, während Facebook besonders bei finanziell schwachen Jugendlichen ankommt. Social Media ist indes für so gut wie alle Mitglieder der Generation Z ein Muss.

Dabei fällt an der Studie vor allem eines auf: "All teenagers are using the internet all the damn time", wie das "New York Magazine" schreibt. Neun von zehn US-Teens sind demnach täglich online, 24 Prozent sogar "beinahe ständig". Grund dafür ist das Surfverhalten der Jugendlichen, nahezu drei Viertel von ihnen besitzen ein Smartphone. Von den Nutzern der Mobilgeräte sind dann 94 Prozent mindestens einmal online.

Die Studie räumt zudem mit den öfters geäußerten Unkenrufen auf, dass Facebook seine jugendlichen User verliert: 71 Prozent der Befragten nutzen die Plattform und machen das Netzwerk zur unangefochtenen Nummer eins bei amerikanischen Teens. Auf den weiteren Plätzen folgen Instagram, Snapchat, Twitter, Google+, Vine und Tumblr.

Facebook ist zudem bei sozial schwachen Teenagern beliebt: Auch wenn 71 Prozent der US-Teens auf mehr als einer Plattform zu finden sind, sollen Jugendliche aus sozial schwachen Familien das Netzwerk besonders intensiv nutzen. Teens aus wohlhabenderen Haushalten tendieren laut Studie dagegen mehr zu Twitter und Snapchat. Sie sind auffallend häufig auf Instagram vertreten.

Ob die Studie mit lediglich 1,060 befragten Teenagern wirklich repräsentativ für die Generation Z in Amerika ist, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Die Rolle des elterlichen Einkommens bei der Social-Media-Nutzung der Jugendlichen wäre auch für den deutschen Markt interessant. Laut dem aktuellen Bravo Youth Insight Panel, das die Bauer Media Group veröffentlicht hat, ist Youtube das beliebteste Medium der jungen Deutschen. Dabei vor Facebook auf Platz zwei: Instagram.