Julien Bam über gute Videos auf Youtube :
Youtube und die sinkenden Abonnentenzahlen

Bekannte Youtuber diskutieren über angeblich schwindende Video-Views und schrumpfende Abonnentenzahlen. Das Thema ist mittlerweile schon bei den ARD-"Tagesthemen" angekommen.

Text: W&V Redaktion

04. Jan. 2017 - 6 Kommentare

Julien Bam spielt "Youtube" in dem Clip "Youtube hat mich getötet!".
Julien Bam spielt "Youtube" in dem Clip "Youtube hat mich getötet!".

Seit einigen Wochen haben sich immer wieder bekannte Youtuber über einen Abonnenten-Schwund und weniger Video-Abrufe beklagt. So hat sich unter anderem Kelly MissesVlog auf Youtube über weniger Views beschwert. Die Google-Plattform kommentiert solche Vorgänge oftmals überhaupt nicht. Deshalb versuchen manche der Video-Macher Druck aufzubauen - in dem sie Clips darüber drehen und versuchen ihre Fans damit zu mobilisieren. Und das lohnt sich daraus: Kelly MissesVlog kommt mit ihrem "Meine Youtube Karriere ist zu Ende"-Appell inzwischen auf 1,2 Millionen Aufrufe. 

So ein Youtube-Rant ist für die Kanal-Betreiber also durchaus lohnenswert und steigert vielleicht die Werbeeinnahmen. Der Dienstleister Social Blade gibt den Youtubern allerdings Schützenhilfe. Das Unternehmen hat Daten zu Youtube-Kanälen mit über zehn Millionen Abonnenten ausgewertet (Januar bis November 2016) - und geht ebenso von Rückgängen aus. Die Rede ist von bis zu sieben Prozent weniger Views, schreibt der US-Blog "Kotaku".

Die "ARD"-Nachrichtensendung "Tagesthemen" hat den Google-Ableger um eine Stellungnahme gebeten. Youtube teilte mit, man habe den Sachverhalt überprüft. "Dabei haben wir festgestellt, dass es keine Abnahmen in Abonnentenzahlen über das Maß hinaus gab, was normalerweise geschieht, wenn Nutzer sich entweder von einem Kanal abmelden oder wenn Youtube Spam-Account entfernt", schreibt das Unternehmen. 

Die Videoplattform hat verschiedene Möglichkeiten, um User zu bestimmten Videos oder Kanälen zu führen: Auf der persönlichen Youtube-Startseite gibt es beispielsweise "Empfehlungen" (einzelne Filme) für den jeweiligen Nutzer. Die Rubrik "Trends" greift die viralen Hits auf.

Einer der deutschen Vorzeige-Youtuber, Julien Bam, hat sich kurz vor Weihnachten in dem Video "Youtube hat mich getötet!" geäußert. Seine Haltung: Manche Probleme seien gar nicht so neu. Als "Youtube" sagt er in dem Clip: Immerhin lösche man nun täglich Fake-Accounts. Außerdem verteilt er noch einen kleinen Seitenhieb: Man sollte eben bessere Videos machen.

"ARD"-Bericht, ab Minute 23:50.


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W&V Redaktion
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6 Kommentare

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Anonymous User 9. Januar 2017

Weg mit dem Schrott - aus den Mediaplänen! Ich wette meinen achten GMX-Account, dass 75% von dem YT-Traffic eh fake ist. Bots, Fraud, x-fach-Fanboy-Traffic etc.

Anonymous User 5. Januar 2017

Solange es genug Menschen gibt, die sich so dicht am Rande ihres intellektuellen Potentials bewegen, dass sie die Videos von Menschen mit derartig schlecht möblierter Mansarde anschauen, ist es doch legitim, dass letztere dafür Geld bekommen.

Die Gesellschaft degeneriert halt. Schaut Euch doch das Junggemüse an.
Gott sei Dank gibt es Ausnahmen, auch wenn es inzwischen leider die Minderheit ist.
Aber das Gros der jungen, bekannten Youtuber - ich nenne sie ganz gerne Youtub(b)is - kann ganz einfach kaum 3 Sätze in Folge geradeaus sprechen, weil in ganzen Sätzen sprechen bei ihnen vermutlich als spießig gilt.

Anonymous User 5. Januar 2017

Wahrscheinlich blockt Youtube einfach nur Videos, die eine gefährliche Anzahl an Jumpcuts enthalten.
Tja und nachdem halt keiner von denen 3 Sätze in Folge geradeaus sprechen kann, wird die Luft halt dünn.

Anonymous User 5. Januar 2017

Ouh jetzt müssen die armen Kinder, die nix anderes gelernt haben als nen Aufnahme-Knopf zu drücken und Schrott von sich zu geben, anfangen, einer richtigen Arbeit nach zu gehen. Die tun mir ja so leid ... *Ironie off*

Anonymous User 4. Januar 2017

Guter Kommentar dazu:
„This is what we get for glorifying attention seeking shitbats.“

Von hier:
Small Dump of Drama Queens
→ http://imgur.com/gallery/I2D1t

Anonymous User 4. Januar 2017

Hoffentlich hat es tatsächlich bald ein Ende mit diesen unsäglichen, spätpubertierenden "Influencern". Hält man ja im Kopf nicht aus.

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