Julien Bam über gute Videos auf Youtube :
Youtube und die sinkenden Abonnentenzahlen

Bekannte Youtuber diskutieren über angeblich schwindende Video-Views und schrumpfende Abonnentenzahlen. Das Thema ist mittlerweile schon bei den ARD-"Tagesthemen" angekommen.

Text: W&V Redaktion

Julien Bam spielt "Youtube" in dem Clip "Youtube hat mich getötet!".
Julien Bam spielt "Youtube" in dem Clip "Youtube hat mich getötet!".

Seit einigen Wochen haben sich immer wieder bekannte Youtuber über einen Abonnenten-Schwund und weniger Video-Abrufe beklagt. So hat sich unter anderem Kelly MissesVlog auf Youtube über weniger Views beschwert. Die Google-Plattform kommentiert solche Vorgänge oftmals überhaupt nicht. Deshalb versuchen manche der Video-Macher Druck aufzubauen - in dem sie Clips darüber drehen und versuchen ihre Fans damit zu mobilisieren. Und das lohnt sich daraus: Kelly MissesVlog kommt mit ihrem "Meine Youtube Karriere ist zu Ende"-Appell inzwischen auf 1,2 Millionen Aufrufe. 

So ein Youtube-Rant ist für die Kanal-Betreiber also durchaus lohnenswert und steigert vielleicht die Werbeeinnahmen. Der Dienstleister Social Blade gibt den Youtubern allerdings Schützenhilfe. Das Unternehmen hat Daten zu Youtube-Kanälen mit über zehn Millionen Abonnenten ausgewertet (Januar bis November 2016) - und geht ebenso von Rückgängen aus. Die Rede ist von bis zu sieben Prozent weniger Views, schreibt der US-Blog "Kotaku".

Die "ARD"-Nachrichtensendung "Tagesthemen" hat den Google-Ableger um eine Stellungnahme gebeten. Youtube teilte mit, man habe den Sachverhalt überprüft. "Dabei haben wir festgestellt, dass es keine Abnahmen in Abonnentenzahlen über das Maß hinaus gab, was normalerweise geschieht, wenn Nutzer sich entweder von einem Kanal abmelden oder wenn Youtube Spam-Account entfernt", schreibt das Unternehmen. 

Die Videoplattform hat verschiedene Möglichkeiten, um User zu bestimmten Videos oder Kanälen zu führen: Auf der persönlichen Youtube-Startseite gibt es beispielsweise "Empfehlungen" (einzelne Filme) für den jeweiligen Nutzer. Die Rubrik "Trends" greift die viralen Hits auf.

Einer der deutschen Vorzeige-Youtuber, Julien Bam, hat sich kurz vor Weihnachten in dem Video "Youtube hat mich getötet!" geäußert. Seine Haltung: Manche Probleme seien gar nicht so neu. Als "Youtube" sagt er in dem Clip: Immerhin lösche man nun täglich Fake-Accounts. Außerdem verteilt er noch einen kleinen Seitenhieb: Man sollte eben bessere Videos machen.

"ARD"-Bericht, ab Minute 23:50.


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W&V Redaktion
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