Digitalisierung :
Zehn Thesen, wie Social Media die Unternehmen verändert

Nur 17 Prozent der Unternehmen agieren bei Social Media wirklich strategisch, das berichtete der State of Social Business Report 2013 von Altimeter. Roland Berger Strategy Consultants und der Digitalization Think:Lab der Universität Münster zitieren diese Zahl in ihrer gemeinsamen Publikation "Wer teilt gewinnt: Zehn Thesen, wie Digitalisierung und Social Media unsere Unternehmen verändern".

Text: Franziska Mozart

28. Jul. 2014 - 2 Kommentare

Nur 17 Prozent der Unternehmen agieren bei Social Media wirklich strategisch, das berichtete der State of Social Business Report 2013 von Altimeter. Roland Berger Strategy Consultants und der Digitalization Think:Lab der Universität Münster zitieren diese Zahl in ihrer gemeinsamen Publikation "Wer teilt gewinnt: Zehn Thesen, wie Digitalisierung und Social Media unsere Unternehmen verändern". Auch wenn das Fazit nicht gerade originell klingt – die Autoren fordern: Unternehmen müssen sich der Realität öffnen und sollten Soziale Medien nicht als Bedrohung sehen. Sie liefern argumentatives Futter für die Digitalisierung in Form von zehn Thesen:

1. Social Media sind kein Hype, sondern sozioökonomische Realität.

2. Social Media sind ein Machtfaktor – Nichtstun ist keine Option.

3. Social Media sind eine Schlüsselfähigkeit.

4. Social Media ermöglichen neue Formen der Kundeninteraktion.

5. Social Media beeinflussen das Kaufverhalten – direkt und, stärker noch, indirekt.

6. Social Media verändern die Markenführung grundlegend.

7. Social Media revolutionieren die Zusammenarbeit im Unternehmen.

8. Social Media sind kein Selbstläufer.

9. Social Media folgen eigenen Gesetzen.

10. Social Media sind ein umfassendes Organisationsprinzip.

Weil Social Media eine strategische Herausforderung ist, rät Marketing-Professor Thorsten Hennig-Thurau von der Universität Münster dazu, die Ziele, die mit dem Einsatz sozialer Medien erreicht werden sollen, aus der Unternehmensstrategie abzuleiten und an daran auch den Erfolg zu messen. Auch kritische Kunden-Stimmen sollten die Unternehmen zulassen, "denn sie liefern oft die wertvollsten Informationen", so Egbert Wege, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Vor allem die einflussreichen, gut vernetzten Kunden sollten die Unternehmen für sich gewinnen.

Außerdem sei das Social Web geeignet, typische Silostrukturen in Unternehmen aufzuweichen und neue Schnittstellen zwischen verschiedenen Fachbereichen zu schaffen. Für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie sei aber ein Kulturwandel "im gesamten Unternehmen unabdingbar", so Professor Hennig-Thurau. "Deshalb sollte das Topmanagement selbst diese Strategie vorantreiben und sie in die Gesamtstrategie der Firma einbetten."


2 Kommentare

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Anonymous User 7. August 2014

Liebe Frau Morzart,

These 2 "Nichtstun ist keine Option" + These 4 "ermöglichen neue Formen der Kundeninteraktion", sowie These 7 "revolutionieren die Zusammenarbeit im Unternehmen" entsprechen unserer Philosophie.
Unwissenheit schütz vor „Schaden“ nicht. Das bedeutet, irgendwie Social Media zu betreiben und sich nur von den Portalen abhängig zu machen, sowie zu glauben, dass der öffentliche Raum Privatsphäre zulässt, sind Trugschlüsse.
Social Media ermöglicht neue Formen der Kundeninteraktion und nimmt Einfluß auf die Zusammenarbeit im Unternehmen, doch wie wir feststellen, wird Social Media nur wie die alten Medien als erweitertes Marketing Instrument genutzt.
Die eigentliche Revolution findet noch nicht statt. Dazu ist es notwendig Social Media ganz anders zu betrachten.
Punkt 1: der Einsatz von Social Media Managern und Influencern ist „Kanaldenken“ und „Kanal bedienen“. Die Revolution wäre, alle Mitarbeiter (vom Azubis bis zum Manager) aktiv als Botschafter und Verbindungslied zu sehen. Dies löst dann eine Trennung zwischen „Privat & Beruf“ auf, (die sowieso nicht existiert).
Punkt 2: Dadurch würde die Kundeninteraktion aus dem Kern des Unternehmens von alle getragen werden und zieht somit die Kunden an, die perfekt zum Unternehmen passen.
Austauschfreudige Grüße

Anonymous User 1. August 2014

Warum dieser Artikel so viele negative Bewertungen hat, 17 zu 8 kann ich nicht verstehen. Liegt es an der Botschaft oder an was sonst?

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