Automatisierte Werbung:
Zenith-Statistik: Programmatic liegt bei 51 Prozent

Der Markt fürs Programmatic Buying wächst und wächst. 31 Prozent Wachstum sind es 2017, 28 Prozent im Jahr 2018. Schon jetzt entfallen darauf mehr als die Hälfte des Budgets.

Text: Anja Janotta

51 Prozent des Displaymarkts entfällt aufs Programmatic Buying.
51 Prozent des Displaymarkts entfällt aufs Programmatic Buying.

Der Markt fürs Programmatic Buying wächst und wächst. 31 Prozent Wachstum sind es 2017, 28 Prozent im Jahr 2018 - sagt die aktuelle Studie "Programmatic Marketing Forecasts" von Zenith Media. Damit fallen die Wachstumsraten höher aus als bei Social Media (plus 25 Prozent) und Bewegtbild online (20 Prozent 2017).

Schon jetzt bespielt Programmatic Buying 51 Prozent der digitalen Display-Budgets. 2017 sollen es der aktuellen Erhebung zufolge bereits 58 Prozent sein. Für die Statistik hat Zenith Daten aus 41 Ländern ausgewertet.

Der Siegeszug des Programmatic Buying ist rasant: 2012 noch lag der Anteil bei 13 Prozent. Fünf Milliarden US-Dollar war der Markt damals schwer. Heute sind es 39 Milliarden Dollar. 2018 sollen es schlappe 68 Miliarden Dollar sein. Noch sind die USA Vorreiter, die die Technik wie kein anderer dominieren. 62 Prozent aller Programmatic-Ausgaben entfallen auf das Trump-Land - 24 Milliarden Dollar. Dann folgt mit weitem Abstand Großbritannien, wo der Markt 3,3 Milliarden Dollar ausmacht - vor China mit inzwischen 2,6 Milliarden Dollar.

"In Deutschland ist der programmatische Werbemarkt dieses Jahr um 48 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 484 Millionen Euro angewachsen",  sagt Dirk Luk, CEO Zenith. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Bannerwerbung, dieser wird jedoch in den kommenden zwei Jahren zugunsten von Mobile, Social und Online Video, schrumpfen. "Das Wachstum von Programmatischer Werbung wird in Deutschland durch zwei Entwicklungen getrieben: das wachsende Interesse auf Kundenseite und die zunehmende Bereitschaft der Vermarkter, immer mehr hochwertiges Inventar – zum Beispiel Online‐Video – programmatisch zu handeln."

Programmatic erreicht klassische Medien

Noch, so betont es Zenith Media, seien für die aktuelle Studie nur digitale Werbeplätze erfasst worden. Programmatic Buying habe aber auch bereits innerhalb traditioneller Medien, wie Fernsehen, Radio oder Out-of-Home, ein Standbein errungen.

"Programmatic Buying ist mittlerweile Norm in den größeren Märkten und wird die Norm in kleineren Märkten werden," prophezeit Benoit Cacheux, Global Head of Digital & Innovation bei Zenith. Um die Qualität im Programmatic Buying zu gewährleisten, hatte jüngst der BVDW einen Code of Conduct aufgesetzt - eine Selbstverpflichtung für die Umfeldanbieter. Diese soll den Kunden mehr Transparenz geben.



Anja Janotta, Redakteurin
Autor: Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.


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