Jeder Berufsbereich im Werbesektor verzeichnet einen Rückgang der offenen Stellen.

Unterm Strich liegt die Zahl der Stellenangebote mit 5047 immerhin noch über denen aus den Jahren 2015 und davor, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Bei den Werbeagenturen war der Rückgang der Jobangebote übrigens weitaus größere als der bei werbenden Firmen und bei den Medien. Kurzarbeit war auch in der Werbebranche ein großes Thema: 61 Prozent der ZAW-Mitglieder machten von diesem Werkzeug Gebrauch. 

Werbeagenturen sind am stärksten betroffen.

Wie es mit dem Jobmarkt weiter geht, ist derzeit für den ZAW schwer zu sagen. Der Konsumklimaindex der GfK sieht beispielsweise für Februar einen Wert von minus 15,6 Prozent voraus, was im Vergleich zum Januar nochmals eine deutliche Verschlechterung bedeutet. "Die negativen Arbeitsmarktdaten der Werbewirtschaft in 2020 sind sicherlich keine Überraschung und im Zusammenhang mit den Aufs und Abs der gesamtkonjunkturellen Entwicklung vor allem in den Lockdown-Monaten einzuordnen. Werbebudgets und Beschäftigungssituation können sich 2021 rasch steigern beziehungsweise erholen, die Monate ohne Lockdown und hier vor allem der Sommer 2020 haben die raschen und flexiblen Reaktionen der Werbebranche gezeigt. Genauere Prognosen zum Werbemarkt sind angesichts der Ungewissheit in der Wirtschaft jedoch kaum möglich. Die teilweise inkohärente Herangehensweise und Kommunikation von Bund und Ländern trägt wesentlich zur Unsicherheit bei," kommentiert ZAW-Präsident Andreas F. Schubert. Laut GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker hat derweil weniger als die Hälfte der GWA-Mitglieder das Personal reduziert oder plane dieses. Die übrigen habe die Mannschaft gehalten oder sogar aufgestockt und teils werde weiter händeringend nach Talenten gesucht. "Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern bleibt auch in der aktuellen Krise und erst recht darüber hinaus ein ernstes Thema für die Agenturbranche," so Nöcker weiter.