Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Eröffnungsrede den Wert von wirtschaftlich unabhängigem Journalismus für eine Demokratie hervorgehoben. "Die Demokratie braucht den professionellen Journalismus, den politisch und wirtschaftlich unabhängigen Journalismus, der angstfrei agieren kann, der die Balance wahrt zwischen Distanz und Empathie." Die Demokratie brauche Journalismus, "der berichtet, analysiert und kommentiert, nicht um zu belehren, sondern um zur Aufklärung beizutragen, um seine Leser zur Kritik zu befähigen."

Steinmeier sagte mit Blick auf die Digitalisierung, dass sich der Qualitätsjournalismus auf unbestimmte Zeit gegen die "digitale Enteignung von Urheberrechten", auch gegen Verflachung und Verzerrung, und vielleicht auch gegen Glaubwürdigkeitsverlust der Inhalte behaupten müsse. "Ich glaube, es ist für den Journalismus eine existenzielle Auseinandersetzung." Entgehen werde ihr niemand. Denn die digitale Transformation zu verweigern, sei keine Option.

Döpfner sagte in seiner Rede: "Wir sind fehlbar und weit von Perfektion entfernt." Die Suche nach der Wahrheit sei in dem System des vielfältigen Wettbewerbs unersetzbar. "Ich persönlich bin optimistisch, dass wir das in der digitalen Gegenwart und Zukunft durchaus als Chance für Journalismus nutzen können."

Döpfner (57), der nach einer Schenkung und dem Kauf von einem Teil der Anteile von Großaktionärin Friede Springer (78) künftig dann wie sie jeweils rund 22 Prozent der Anteile halten wird und auch ihre Stimmrechte übernimmt, dankte zugleich dem Stararchitekten Koolhaas (75), der ebenfalls zur Eröffnung kam. Dieser habe mit dem Bau all seine Erwartungen übertroffen. Die Detailliebe und das Engagement des Architekten beschrieb der Konzernchef mit dem Beispiel, dass sie sich sogar zu einem gemeinsamen Termin getroffen hätten, um die Klobürstenhalter auszusuchen.

Der Kurzfilm Aufbruch hält die Entstehungsgeschichte fest:

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So wuchs das Gebäude:

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am/mit dpa



Annette Mattgey, Redakteurin
Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".