Angesichts der Berateraffäre um umstrittene Regierungsaufträge sagte Tauber, Boston Consulting agiere "super sauber" im öffentlichen Sektor. Man sei von Vorwürfen nicht betroffen und werde das Geschäft mit Politik und Institutionen weiter betreiben. Der scheidende Chef für Deutschland und Österreich, Carsten Kratz, sagte, die Affäre schade "der gesamten Branche". Beratung für den öffentlichen Sektor bleibe allgemein aber wichtig, um nötige Reformen zu unterstützen.

Jüngst hat ein Untersuchungsausschuss in der Berateraffäre mit der Zeugenbefragung begonnen. Es geht um den Einsatz externer Berater im Verteidigungsministerium für einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Opposition fordert Aufklärung von Ressortchefin Ursula von der Leyen, wer bei der Vergabe von Beraterverträgen Kontrolle ausgeübt hat und ob Schaden für die Steuerzahler entstanden ist. Zudem geht es um Kennverhältnisse, also ein Verdacht auf Vetternwirtschaft, aber auch die grundsätzliche Klärung der Wirtschaftlichkeit.

dpa


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W&V Redaktion
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