Arbeitgeber-Barometer von Trendence :
BMW ist Wunscharbeitgeber Nummer eins

Angehende Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure wollen am ehesten zu einem Autobauer gehen. Die Medienunternehmen sacken in der Gunst der Studenten ab. Axel Springer fällt gar ganz aus der Top 100 der beliebtesten Arbeitgeber.

Text: Anja Janotta

Das Haus der Marken von Lieblingsarbeitgeber BMW.
Das Haus der Marken von Lieblingsarbeitgeber BMW.

Am allerliebsten zu BMW: Sowohl für Wirtschaftswissenschaftler als auch für Ingenieure ist der Autobauer der beliebteste Arbeitgeber. Im vergangenen Jahr war Audi noch der beliebteste Arbeitgeber für die angehenden Ingenieure. Das ist eines der Ergebnisse des Trendence Graduate Barometers 2017.

Und auch die anderen Automobilhersteller sind für die Studierenden besonders attraktiv. Auf den ersten vier Plätzen liegen  nach BMW und Audi noch Daimler/Mercedes Benz und Porsche. In diesem Jahr hat sich vor allem Daimler/Mercedes-Benz hervorgetan. Das Unternehmen liegt auf Rang drei und erreichte die deutlichsten Zugewinne gegenüber 2016, wo es ebenfalls schon zu den Top-Aufsteigern zählte. Ein weiterer deutscher Autobauer, Volkswagen, hingegen spürt immer noch die Nachwirkungen der Dieselgate-Affäre. Innerhalb von drei Jahren haben die Wolfsburger die Hälfte seiner Bewerber verloren. Im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber der Ingenieure belegt das Unternehmen Rang 8, bei den Wirtschaftswissenschaftlern Rang 14.

Auf Rang 5 für die Wirtschaftswissenschaftler liegt Google, auf Rang 18 Amazon, das einen leichten Aufstieg verzeichnete. Interessant: Die baldigen Ingenieure interessieren sich eher für handfeste Industrieunternehmen, also die Autobauer oder Bosch und Siemens: Hier liegt Google nur auf Rang 9 der beliebtesten Arbeitgeber. Nur bei den Informatikern bleibt die Gunst Google gewogen: Hier hält das Internetunternehmen den ersten Platz, vor BMW, Apple und Microsoft.

Beratungsunternehmen legen zu

Die Beratungen gehören in diesem Jahr zu den großen Gewinnern in den Rankings. Mit BCG, Deloitte, McKinsey, Accenture und KPMG zählen gleich fünf Unternehmen der Branche zu den zehn Top-Aufsteigern in der Gunst der Wirtschaftswissenschaftler. Vorn liegt PwC auf Rang 9 vor McKinsey und EY auf den Plätzen 10 und 12. Auch bei den Ingenieuren werden die Beratungsunternehmen als Arbeitgeber immer beliebter. McKinsey auf Rang 21 und BCG auf Rang 25 haben die Zahl ihrer potenziellen Bewerber in diesem Jahr fast verdoppelt und sind bei den Ingenieuren so begehrt wie nie zuvor.

Medienmarken verlieren Studentengunst

Zu den Verlierern zählen laut Trendence die Medienhäuser und Forschungsunternehmen. ProSiebenSat.1 (Rang 31), Bertelsmann (Rang 58), ZDF (Rang 68) und ARD (Rang 95) verlieren potenzielle Bewerber und sinken im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler. Axel Springer fällt sogar aus den Top 100 und liegt nur noch auf Rang 103. Ähnlich ergeht es den Forschungsgesellschaften bei den Ingenieuren: Die Fraunhofer- und die Max-Planck-Gesellschaft fallen im Ranking. Für das Trendence Graduate Barometer wurden 52.000 Studierenden von 196 Hochschulen in Deutschland über ihre Wunscharbeitgeber und Karrierepläne befragt.

Eine Liste der 100 beliebtesten Arbeitgeber für zukünftige Wirtschaftsabsolventen gibt es hier.

Das gleiche für die künftigen Ingenieure.

Das gleiche für die künftigen Informatiker.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.