Dickjan Poppema betont, die Bedingung sei, dass sich Hunde wie Halter mit Rücksicht auf Büro-Nachbarn an einige Grundregeln halten. "Aber damit haben wir bislang nur positive Erfahrungen gemacht". In der Agentur gibt es 15 Hunde, die regelmäßig ihre Herrchen oder Frauchen zur Arbeit begleiten.

Beim BBDO-Hauptstandort in Düsseldorf gibt es dazu sogar eine Betriebsvereinbarung. Danach sind "Bürohunde" in den Agenturräumlichkeiten erlaubt, wenn Kollegen und Vorgesetzte einverstanden sind. Der Hund muss allerdings einen festen Platz im Büro des Besitzers haben, etwa ein Körbchen oder eine Decke. Und das Büro muss ausreichend belüftet sein. Meetings, Konferenzräume, Etagenküchen und Kantine sind tabu für die Tiere.

Thomas Strerath, CEO von Ogilvy & Mather Germany, der selbst einen Hund aus einem Tierheim auf Mallorca mitgenommen hat, will das Mitbringen weder explizit erlauben noch verbieten. Zwar wedeln auch in allen Ogilvy-Standorten Hunde durch die Büros, in denen die betroffenen Kollegen zugestimmt haben. Es gibt aber keine offizielle Erlaubnis, damit sich nicht Mitarbeiter einen Hund anschaffen, die eigentlich keine Zeit dafür haben. Einen Hund, Vollzeit im Büro sitzen oder liegen zu lassen, hält Strerath im Interesse des Hundes auch nicht für angebracht.

Roland Bös, Sprecher der Geschäftsführung von Scholz & Friends Hamburg, sieht das ähnlich. "Ich persönlich denke, dass sich die Tiere – im Hamburger Office aktuell sechs – wohler fühlen, wenn sie nicht jeden Tag ins Büro müssen. Denn wie sich Herrchen über eine ausgeglichene Work-Life-Balance freut, sollte man diese erst recht seinem Liebling gönnen."