"Wir alle wissen, dass glückliche Mitarbeiter positive Effekte auf die Produktivität in Unternehmen haben. Wir wissen aber auch, dass es für Mitarbeiter oft schwierig sein kann, konkretes Feedback an ihren Arbeitgeber zu geben", sagt Moritz Kothe, CEO von Kununu. "Nicht selten kommen die wahren Gründe für Unzufriedenheit dann erst beim Exit-Gespräch ans Licht. Fatal in Zeiten, in denen Firmen darum ringen, die besten Mitarbeiter zu halten. Und fatal für Mitarbeiter, die denken, dass sie nur mit einem Jobwechsel etwas an ihrer Zufriedenheit ändern können."

Kununu engage bietet eine Reihe von Tools, die es Mitarbeitern ermöglicht, ihrem Arbeitgeber anonym Feedback zu übermitteln. Schnell und einfach kann unternehmensintern geteilt werden, was gerade gut und weniger gut läuft. Die Zufriedenheit der vergangenen Woche wird auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) angegeben. Zudem steht den Teams ein Diskussionsboard zur Verfügung, auf dem sie Themen mit ihren Kollegen teilen, diskutieren und bewerten können.

Kununu

Während das Stimmungsbarometer standardisiert ist, lässt sich das Diskussionsboard auch für individuelle Fragen nutzen sowie für spezifische Gruppen, also z.B. das Marketing-Team. Die Daten werden wöchentlich gebündelt und übersichtlich dargestellt.

"Wie zufrieden ein Mitarbeiter ist, hängt auch erheblich von der Möglichkeit ab, Feedback zu geben und ob Vorgesetzte anschließend darauf reagieren", so Steffen Zoller, Managing Director von Kununu und Gründer von Kununu engage. "Mit Kununu engage wollen wir die Insights aus den Kununu-Bewertungen um verifiziertes, kontinuierliches Mitarbeiter-Feedback ergänzen und Arbeitgebern dabei helfen, ihre Unternehmens- und Feedback-Kultur zu verbessern."

Geht es nach den Mitarbeitern, haben Unternehmen im deutschsprachigen Raum hier noch Handlungsbedarf. Von den 13 Kategorien, die auf Kununu zur Mitarbeiterzufriedenheit abgefragt werden, liegt "Kommunikation" Jahr für Jahr abgeschlagen an letzter Stelle. Arbeitnehmer hadern mit einer Kultur, die aus ihrer Sicht zu sehr auf hierarchischen Vorgaben beruht. Stattdessen wünschen sie sich, Entwicklungen im Unternehmen offen diskutieren und auch beeinflussen zu können. Fast ebenso schlecht schneidet aktuell die Kategorie "Vorgesetztenverhalten" ab. Gleichzeitig ist sie jene Kategorie, bei der Kununu-User am meisten Text schreiben.

Neben Steffen Zoller ist Fabian Friede einer der beiden Gründer von Kununu engage. Der 31-jährige Hamburger hat zuvor den lokalen Online-Marktplatz Locafox gegründet und war auch bei Rocket Internet beschäftigt. Mit an Bord ist auch Christopher Stephenson als Product Lead, der zuvor bei Planet Labs und Google war. Das zwölfköpfige Team in Berlin wird ergänzt um Entwickler-Teams in Porto, dem aktuell vierten Kununu-Standort neben Wien, Boston und Berlin. Aktuell sind ca. 150 Kunden in der Beta-Phase dabei aus DACH, US, UK, Australien, China und Schweden. Als mittelfristiges Ziel will Kununu Firmen in rund 100 Ländern überzeugen.

Bis Ende Mai kann das Tool kostenlos getestet werden. Anschließend kalkuliert Kununu mit rund 4 Euro pro Mitarbeiter, der erfasst wird. Kununu engage ist aktuell auf Deutsch und Englisch verfügbar.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".