Was tun Sie konkret zur Mitarbeiterbindung? Gibt es bei Ihnen die Möglichkeit zu Home-Office, Sabbaticals, flexiblen Arbeitszeiten, bezahlten Überstunden, Job-Tausch mit anderen Niederlassungen oder der Verwirklichung von Herzensprojekten außerhalb des bezahlten Geschäfts?

Diese Dinge gibt es bei uns alle und wir sehen sie als Normalität im Sinne eines agilen Mobility-Ansatzes bei uns. Überstunden werden bei uns nicht bezahlt, wir schaffen allerdings Möglichkeiten wie Ausgleichstage, wenn Mitarbeiter mal sehr stark von der Arbeit eingenommen werden. Wir legen großen Wert auf einen gut organisierten Onboarding-Prozess, den wir ständig weiterentwickeln und ausbauen, denn es ist uns wichtig, dass sich jeder vom ersten Tag an zugehörig und aufgenommen fühlt und Prozesse wie auch Strukturen kennt. Darüber hinaus gibt es bei uns regelmäßige Feedback- und Entwicklungsgespräche; eine offene Fehlerkultur ist somit bei uns nicht nur ein laues Versprechen, sondern etablierter Teil unserer HR-Prozesse. Die Mitarbeiter können bei uns zwischen einer Fach- und Führungskarriere wählen und ihre Stärken gezielt einsetzen und entwickeln. Interne und externe Trainings sowie Coachings begleiten sie auf allen Karrierestufen und sind fester Bestandteil unserer individuellen Entwicklungsplanung.

So sieht es bei Hill+Knowlton Strategies aus.

So sieht es bei Hill+Knowlton Strategies aus.

Kletterwand, Baumhaus, Sterne-Kantine: Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern an außergewöhnlichen Incentives?

Bedingt durch unsere drei unterschiedlichen Standorte haben wir bisher weder Baumhäuser noch Hängematten installiert. Wir glauben auch nicht, dass diese zu einer langfristigen Mitarbeiterbindung beitragen. Uns sind flache Hierarchien, kontinuierliche Aus- und Weiterbildung, Arbeit in einem internationalen Umfeld sowie der Austausch mit und das enge Sparring durch sehr erfahrene Senior Advisor wichtiger. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz bei uns: So bringen wir alle Mitarbeiter jährlich zum Sommerfest zusammen, feiern gemeinsam die Weihnachtszeit, begeben uns auf die Marathon-Strecke und lassen es bei dem einen oder anderen Pitch-Gewinn auch mal ordentlich krachen. Und ja: Auch bei uns gibt es kostenlose Getränke, frisches Obst, Firmenrabatte, eine Bahncard 50 und das notwendige Equipment zum mobilen Arbeiten - natürlich auch zur privaten Nutzung. Und wer wirklich will: Wir haben auch einen Kicker, Tischtennis und Yoga-Kurse im Angebot. Abseits dessen: Unser Corporate-Restaurant in Frankfurt ist echt klasse!

Wie erfassen Sie die Mitarbeiterzufriedenheit?
Welche Errungenschaften und Vorteile sind Ihren Mitarbeitern besonders wichtig?

Wir befragen unsere Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr in allen wichtigen Agentur-Feldern, um einen vollständigen Überblick über die "heißen Themen" zu bekommen. Ergänzend führen wir zwischendurch Ad-hoc-Umfragen zu bestimmten Themen oder Veranstaltungen durch. Darüber hinaus haben wir auch drei "Vertrauenspersonen", die man jederzeit unabhängig von der direkten Führungskraft ansprechen kann, wenn einem ein Thema auf dem Herzen liegt.

Eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, der respektvolle Umgang miteinander, die Übernahme von Verantwortung und das Zuhören der Führungskräfte bei Ideen wie auch Bedenken werden von nahezu allen Mitarbeitern in den regelmäßigen Befragungen immer sehr positiv hervorgehoben.

Hand aufs Herz:

Wie hoch ist bei Ihnen die Frauenquote?

Der Anteil der Frauen beträgt aktuell 70 Prozent.

Und die Quote mit Blick auf die Über-45-Jährigen?

Der Anteil der Mitarbeiter jenseits der 45 beträgt aktuell 20 Prozent.

Der Anteil der Unter-25-Jährigen?

Nur 3 Prozent.

Wie lange bleibt bei Ihnen ein Mitarbeiter im Durchschnitt?

Im Schnitt verbringen unsere Mitarbeiter 4,6 Jahre bei H+K.

So sieht es bei Hill+Knowlton Strategies aus.

So sieht es bei Hill+Knowlton Strategies aus.

Clean-Desk-Policy oder persönlicher Schreibtisch:
Wie steht Ihre Agentur zu dem Thema?

Die meisten Mitarbeiter haben Persönliches auf ihrem Schreibtisch und damit auch einen festen Arbeitsplatz. Generell haben wir aber alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass jeder Mitarbeiter auf jedem Platz arbeiten kann und wir uns je nach Teamzusammensetzung bei Projekten neu zusammenfinden können.

Was halten Sie von einer internen Offenlegung der Gehälter?

Die Gehälter der Junior Account Executives sind bei H+K für alle gleich. Dies gilt auch beim Wechsel zum Junior Consultant; hier sind wir also völlig einheitlich und transparent. Alle weiteren Level werden leistungsspezifisch und damit entsprechend Ausbildung, beruflichem Werdegang, jeweiligem Verantwortungsbereich etc. individuell vergütet.

Was verdient bei Ihnen ein Junior im ersten Jahr?

Ein Junior Account Executive verdient in den ersten 12 Monaten Ausbildung bei uns 2.000 Euro brutto im Monat.

Mehr Agenturporträts, unter anderem von Jung von MattScholz & Friends und Serviceplan, finden Sie in unserem Dossier Arbeitswelt Agenturen.

Mehr zum Thema Gehalt in Agenturen lesen Sie in unserem Dossier Gehaltscheck.

Wollen Sie auch in einer Agentur arbeiten? Passende Jobs finden Sie hier.

Interessieren Sie sich für das Format "So arbeitet es sich bei..."? Dann schreiben Sie eine E-Mail an markus.weber@wuv.de.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.