Jochen Kalka im Silicon Valley :
Airbnb startet Coffeetable-Magazin

Airbnb entdeckt Print für sich. Nach ersten Prototypen in den USA soll ab April auch in Europa eine Zeitschrift erscheinen. 

Text: Jochen Kalka

So begrüßt Airbnb die eigenen Gäste.
So begrüßt Airbnb die eigenen Gäste.

Einen wahrlich überraschenden Schritt geht Airbnb, nämlich in Richtung Print. Der Vermittler von privaten Unterkünften hat 2017 erstmals ein gedrucktes Magazin in den USA herausgebracht, ein Pilotprojekt mit dem Verlag Hearst, wie im Rahmen einer Publishers Tour im Silicon Valley von FIPP und VDZ bekannt wurde.

Rund 350.000 Stücke wurden gedruckt, 200.000 davon gelten als kontrollierte Auflage, 40.000 Hefte gingen für je vier Dollar über den Ladentisch. Die Inhalte der inzwischen ersten beiden Airbnbmag-Ausgaben sollen sich ganz bewusst nicht mit Airbnb beschäftigen, sondern die Sehnsucht nach Reisen wecken, Anregungen geben, zum Träumen bewegen. Unter den ersten Anzeigenkunden sind Lufthansa, Nest Thermostat, Clinique, Toyota und Visa.

Benjamin Kasman, der den Titel Off-Line Production Manager bei Airbnb trägt, glaubt an die Idee, mit dem, wie er sagt, "Coffeetable-Magazine" die Zielgruppe von Airbnb zu erweitern und über das haptische Erlebnis zu aktivieren. Die Idee soll über spezielle Kanäle digital verlängert werden, etwa mit Videos. "Der Magazin-Journalismus tut der Marke gut", sagt er. So sind für 2018 vier US-Ausgaben geplant – und eine Premiere im April in Großbritannien.

Inspirierend wie das Magazin sein soll, ist auch das neue Headquarter von Airbnb, das kürzlich erst bezogen wurde. Die Räumlichkeiten sind das Extremste, was San Francisco oder das Silicon Valley zu bieten hat. 

W&V-Chefredakteur Jochen Kalka war auf Silicon-Valley-Tour. Seine Erlebnisse schildert er in einer Online-Serie. Weitere Themen von der VDZ-Publisher-Tour durch das Silicon Valley finden Sie in der großen Titelstory von W&V (ET 15. Januar 2018). Die Printausgabe erhalten Sie hier.


Autor:

Jochen Kalka, Chefredakteur
Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. So drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.


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