Viele Informationen können Eltern mittlerweile im Internet finden. Hat sich die zunehmende Digitalisierung auch auf die Aufbereitung von Themen ausgewirkt?

Eltern können sich heute im Internet und übers Smartphone zu jeder Tages- und Nachtzeit genau zu dem Thema informieren, das sie in diesem Moment betrifft. Gleichzeitig befördert aber gerade das die Unsicherheit bei vielen Eltern, vor allem wenn es um Gesundheitsthemen geht. Und genau da setzen wir an. Wir bieten den Eltern eine Einordnung. Sie finden bei uns Informationen, die sich auf aktuelle Studien und Leitlinien stützen – nebenbei bemerkt auch digital bei babyundfamilie.de. Dafür arbeiten wir mit namhaften Experten zusammen, darunter viele Apotheker und Mediziner. Sicher gehen wir Themen auch etwas anders an als früher. Wir erzählen Geschichten noch mehr über Menschen. Wir wollen, dass Eltern möglichst viele Inspirationen bei uns finden, möglichst viele "Ach, so könnte ich das auch machen" - oder "Wenn sie das schafft, schaffe ich das auch"-Momente.  

Versuchen Sie das auch in Ihren eigenen Digital-Kanälen?

Wir sind auf Facebook, Twitter und Instagram aktiv, um unsere Nutzerinnen und Nutzer digital zu informieren und mit unserer Marke zu verbinden. Online gibt es begleitend zum Heft themenspezifische Videos, z.B. eine Anleitung, die das An- und Ausziehen des Babys leichter macht. Außerdem gibt es unsere Vorlesegeschichte auf baby-und-familie.de auch zum Anhören. Facebook nutzen wir zum Beispiel verstärkt, um Meinungen unserer Userinnen und User abzufragen und diese in Artikel einfließen zu lassen.

Digitalisierung - auch in "Baby und Familie" ein Thema.

Digitalisierung - auch in "Baby und Familie" ein Thema.

Hat sich eigentlich die Zielgruppe verändert? Sprich: Ist sie aufgrund der Tatsache, dass sich Väter stärker einbringen als früher, "männlicher" geworden?

Der Männeranteil unter den Lesern von Baby und Familie ist laut AWA in den letzten Jahren relativ konstant und liegt aktuell bei 17 Prozent. Wir stellen aber fest, dass auch die Großeltern-Generation mehr und mehr Baby und Familie entdeckt, um in Sachen Kindererziehung up to date zu sein.

Gibt es eigentlich auch im Werbebereich Zielgruppen, die Sie mit dem Relaunch verstärkt ansprechen wollen?

Zum einen wollen wir durch den Relaunch stärker mit der Ernährungsbranche ins Gespräch kommen. Das konzeptionell neu verankerte Thema Ernährung spielt eine noch größere Rolle im Magazin und ist neben der Kernkompetenz im Bereich Gesundheit zentraler Inhalt für die drei Kernzielgruppen Schwangere, Babyeltern und Kleinkindeltern. Stichpunkte hierfür sind unter anderem unterschiedliche Lebensumstände, die sich auf die Ernährungsgewohnheiten auswirken, etwa hohe Mobilität und wenig Zeit. Wichtig sind auch unterschiedliche gesundheitliche Anforderungen an die Ernährung im Hinblick auf Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum. Und natürlich Ernährungstrends: Bio, regionale Produkte, Allergien, vegetarisch und vegan. Zum anderen wollen wir all jene Branchen ansprechen, die für ihre Produkte die Zielgruppe  der Frauen im Alter von 20 bis 39 definiert haben. Vorstellbar wäre zum Beispiel der Bereich der dekorativen Kosmetik, Mobile-Trends oder auch das Mode-Segment.

 


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde