In der Mitteilung wird Annabelle Yu Long zitiert, Leiterin des Bertelsmann China Corporate Center und von BAI sowie Mitglied im Group Management Committee des Konzerns. Demnach hat ihr Team im vergangenen Jahr erstmals die Früchte seiner Arbeit ernten können. Darüber hinaus sei Bertelsmann dank des Fonds "hervorragend in der chinesischen Start-up-Szene verankert". Von den gewonnenen Erkenntnissen profitierten alle Bertelsmann-Unternehmen in China, so die Managerin. Bertelsmann habe mit seinen Medieninhalten und Services "enorme Chancen auf dem chinesischen Markt". In China entstehe gerade die größte Mittelschicht der Welt – "und diese Mittelschicht will genau dieselben Fernsehshows sehen, dieselben Bücher lesen und dieselbe Musik hören wie ihre Pendants im Rest der Welt. Bertelsmann hat diese Shows, diese Bücher und diese Songs", so Long. Sie hofft nun auf noch mehr Reibach, zumal die neue Regierung "eine weitere Öffnung und Deregulierung des chinesischen Marktes angekündigt" habe, von der sich Bertelsmann viel verspricht.

Der Konzern hat mit mehr als 100.000 Mitarbeitern in rund 50 Ländern im Jahr 2012 gut 16 Milliarden Euro umgesetzt. Die Zahlen für 2013 folgen in einigen Wochen. Die Zeichen stehen klar auf weiteres Wachstum: Bereits nach dem dritten Quartal des vergangenen Jahres hat Bertelsmann mehr verdient als im Gesamtjahr 2012.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.