Das Heftkonzept setzt, ähnlich wie das Digitalangebot, auf Premium-Content. "Wir nehmen weniger Reichweite in Kauf. Uns ist es wichtig, dem Nutzer einen echten Mehrwert zu geben, in diesem Fall: ein tolles Rezept", so Sebastian Heinz. 30 bis 45 Sekunden lange Kochvideos sollen den Usern die Angst nehmen und gleichzeitig für Aufmerksamkeit  sorgen. Die App hat bereits 25 000 Nutzer, die Rezepte können via Whatsapp an Freunde geschickt werden. Videos und Fotos werden ausschließlich bei Tageslicht produziert – ein Prinzip, das nun auch auf das Printmagazin angewendet wird. Vermarktet wird der Titel wie jedes andere Kochmagazin aus dem Haus. Was Foodboom zusätzlich mitbringt: Rund um das Heft können jede Menge innovativer Werbeformen erdacht werden; eine gigantische Spielwiese für Native Advertising & Co. Einige innovative Ideen finden sich auch im Heft selbst. So werden die Seiten unter anderem perforiert – und können so problemlos herausgerisssen werden, um etwa ein Rezept an den Küchenschrank zu kleben oder zum Einkaufen mitzunehmen.
 
Das Startup hat darüber hinaus weiter Appetit auf Expansion; unter anderem soll die Internationalisierung vorangetrieben werden. Das dafür nötige Kapital wurde soeben bei der zweiten Finanzierungsrunde eingesammelt. Unter den Neu- Investoren: Werber Holger Jung, der sich 2010 aus der Führung der von ihm mitgegründeten Agentur Jung von Matt zurückgezogen hatte. Und der offenbar Freude an gutem Essen hat. (mp/ccm)



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde