Beim Thema News wäre Albert gerne weiter 

Neben der Personalsituation sprach Albert auch über die gesellschaftliche Verantwortung des Senders angesichts der aktuellen globalen Krisen. Am Beispiel Coronavirus betonte er: "Wir berichten da nicht auf reißerische Art, sondern sehr faktisch, informativ und konstruktiv. Sei es bei Galileo, bei Akte, in unseren Nachrichten oder im Frühstücksfernsehen. Wir wollen Panikmache vermeiden – als Gegenpol etwa zu den sozialen Netzwerken."

Während seiner Zeit bei ProSiebenSat.1 machte sich Albert für die Newskompetenz des Medienkonzerns stark. Im SZ-Interview ließ er allerdings verlauten, dass er "bei dem Thema gerne schon weiter" wäre und verwies als Positiv-Beispiel auf Österreich. Dort hat die Gruppe mit Puls 24 einen Nachrichtensender gestartet und betreibt eine News-App.

Die privaten Sender müssten sich auf ihre wahren kommerziellen Wettbewerber, nämlich die globalen Internetplayer, fokussieren, betonte Albert: "Wir müssen als nationales Medienunternehmen unseren Platz in einer globalen Wettbewerbslandschaft finden, das kann über mehr Aktualität und Lokalität funktionieren."



Autor: Maximilian Flaig

ist seit 2018 W&V-Redakteur und verbringt in dieser Funktion die meiste Zeit des Tages im Agenturressort. Dort versorgt ihn die kreativste Branche der Welt zuverlässig mit guten Geschichten - oder mit Zahlen für diverse Rankings. Sport- und Online-Marketing interessieren den gebürtigen Kölner besonders.