In diesem Bereich ist die AG auch weiter auf Einkaufstour. Die Kasse für weitere Übernahmen sei mit einer halben Milliarde Euro gut gefüllt, erklärt der Vorstand. Nach dem Kauf von Verivox sei ProSiebenSat.1 auf der Suche nach weiteren Vergleichsportalen als Ergänzung. Zusammen mit dem neuen Partner Springer schaut sich jetzt das Münchner Unternehmen einzelne Digital-Firmen an, in die sie gemeinsam investieren könnten.

Ach, ja – ProSiebenSat.1 ist ja in erster Linie noch ein TV-Konzern. Das klassische Werbefernsehen wächst bei der Münchner TV-Familie mit den Free-TV-Sendern Sat.1, ProSieben, Kabel eins, Sixx sowie ProSiebenMaxx weiter auf hohem Niveau - und der Zuschauermarktanteil erreicht mit 30 Prozent sogar den höchsten Wert seit zehn Jahren. Umsatz und Ergebnis legen im Segment TV im ersten Halbjahr um jeweils 4,7 Prozent zu. Mit Fernsehwerbung erlöst der Konzern allerdings inzwischen nur noch rund 64 Prozent des Umsatzes. Das Produktionsgeschäft als dritte Säule floriert übrigens vor allem in den USA.

ProSiebenSat.1 verdient weiterhin gut mit Werbung, wächst aber mit Reisen oder Erotikspielzeug. Das Digitalgeschäft hebt das Plus deutlich an: Alles im allem steigert die AG seinen Umsatz im zweiten Quartal um ganze zwölf Prozent auf 773 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn liegt laut der Bilanzzahlen um gut acht Prozent über dem Vorjahreszeitraum, der bereinigte Konzernüberschuss legt von 108 auf 118 Millionen Euro zu.

Abschließend gibt der Konzern folgenden Ausblick:

"Bei der Umsetzung der 2018er-Wachstumsziele liegt das Unternehmen weiter über Plan: Bis Ende 2018 will der Konzern seinen Umsatz um eine Milliarde Euro im Vergleich zu 2012 steigern. Zum 30. Juni 2015 hatte ProSiebenSat.1 davon bereits 67,4 Prozent realisiert."



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.