Medienpolitik :
Das fordern die Verleger von der neuen Regierung

VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer hat eine Vielzahl von politischen Themen auf der Agenda. Themen, bei denen die Bundesregierung handeln muss. Über die wichtigsten spricht er im W&V-Videointerview.

Text: Manuela Pauker

Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des VDZ
Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des VDZ

VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Und bei dem Zeitschriften-Verlegerverband ist weiterhin viel in Bewegung: So wird etwa in Kürze, am 5. November, ein neuer VDZ-Präsident gekürt. Schon wieder – denn der erst Ende 2016 gewählte Stephan Holthoff-Pförtner gab sein Amt bereits wieder ab, um in der künftigen Regierung von Nordrhein-Westfalen ein Minister-Amt anzutreten. Mit Rudolf Thiemann, Verleger der Liborius-Gruppe, steht aber bereits ein hoch gehandelter Kandidat zur Verfügung.

Eine andere Wahl ist für Scherzer ebenfalls ein großes Thema: Nach der jetzt anstehenden Bundestagswahl gibt es eine neue Regierung, an die der VDZ-Geschäftsführer schon jetzt einige für die Blattmacher wichtige Forderungen stellt. Ganz oben auf seiner Agenda: Die Regulierung großer Technikplattformen, mit ihrer Wettbewerbsfeindlichkeit der freien Presse schaden, und die Umsetzung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für digitale Verlagsangebote. Denn die digitalen Geschäftsmodelle und deren Monetarisierung werden für die Verlage immer wichtiger, so Scherzer. Seine dringendsten Wünsche an die neue Regierung hat er für W&V kurz zusammengefasst.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde