Burda bekommt Recht :
Das sagt das Arbeitsgericht zum Focus-Umzug

Die Schließung der Redaktionsbüros in München und Düsseldorf hatte ein juristisches Nachspiel. Jetzt hat das Gericht entschieden.

Text: Jochen Kalka

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Burkhard Graßmann.
Burkhard Graßmann.

Um 15.43 Uhr hat Burkhard Graßmann, Geschäftsführer der Burda News Group, am Donnerstag eine Mail an den Verteiler "Focus Gesamt" geschickt. Betreff: "Aktuelle Information." Graßmann berichtet in diesem Schreiben, das W&V vorliegt, über das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin/Brandenburg, das zugunsten von "Focus" ausgegangen ist.

Hintergrund: Nachdem der Burda-Konzern entschieden hat, die Redaktion des Nachrichtenblatts komplett nach Berlin zu verlegen und damit die Redaktionsbüros in München und Düsseldorf zu schließen, kam es zu großem Ärger bei Teilen der Belegschaft. Der Betriebsrat wollte die Freiwilligenangebote für Kündigungen des Verlags nicht annehmen und, Zitat Graßmann, "leider herrschte zuletzt große Unsicherheit, ob die aktuellen Maßnahmen bei Focus sozialplanpflichtig seien".

Laut Gerichtsurteil fehlen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Sozialplan. Graßmann schreibt, es könnten keine weiteren Rechtsmittel eingelegt werden.

Das Angebot des Verlags haben 16 Mitarbeiter angenommen. Ironie des ganzen Hickhacks: Die Hälfte des Betriebsrats ist auf das Angebot eingegangen, laut W&V-Informationen.


Autor:

Jochen Kalka, Chefredakteur
Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. So drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.



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