"Game of Clones" ist eines von insgesamt sieben Formaten, die Dentsu Aegis in diesem Jahr auf der Produzenten-Messe Mip TV in Cannes vorgestellt hat. Das Konzept wurde in Großbritannien von Youngest Media (ehemaligen Endemol-Leuten) entwickelt und von der Mediaagentur aufgekauft. Die deutsche Version von "Game of Clones" wird von Constantin Entertainment produziert.

Dentsu Aegis investiert mit dem Content-Arm The Story Lab Millionen in Aufbau ­und Vertrieb globaler Programmrechte - also Dramaserien, TV-Shows, Spiefilme – und deren langfristiger Verwertung. Die Japaner arbeiten ebenso wie die Group M an der totalen Verschmelzung der Wertschöpfungskette zwischen Medium und Werbekunde.

In Japan erwirtschaftet Dentsu Aegis bereits einen Großteil der Umsätze mit dem Rechtebesitz an hochwertiger Unterhaltungsware – dort investiert das Werbenetzwerk seit 30 Jahren in Filme und deren Distribution. Das Geschäftsmodell soll weltweit greifen und sich auch in Deutschland weiter entfalten. In Deutschland hat die Show "Ninja Warrior", die seit Sommer 2016 auf RTL läuft, den Anfang gemacht.

 


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.