BBC besetzt Kultrolle mit Jodie Whittaker :
Der 13. "Doctor Who" ist eine Frau

Die Schauspielerin Jodie Whittaker wird als erste Frau die Rolle des Sciencefiction-Serienhelden "Doctor Who" übernehmen. Das verkündete BBC mit einem Trailer nach dem Tennis-Finale in Wimbledon.

Text: W&V Redaktion

Der 13. "Doctor Who" wird von einer Frau gespielt: BBC gab bekannt, dass Jodie Whittaker ab Weihnachten in der Kultserie die Titelrolle verkörpert.
Der 13. "Doctor Who" wird von einer Frau gespielt: BBC gab bekannt, dass Jodie Whittaker ab Weihnachten in der Kultserie die Titelrolle verkörpert.

Es ist ein Coup - und monatelang sickerte nichts dazu durch. Nun hat der Sender BBC zur quotenstarken Zeit nach dem Sieg von Roger Federer in Wimbledon mit einem Videoclip bekannt gemacht: Die britische Schauspielerin Jodie Whittaker wird der neue Timelord. Als erste Frau spielt sie "Doctor Who". Whittaker, die in Deutschland unter anderem in der Krimireihe "Broadchurch" als Mutter eines getöteten Kindes zu sehen war, folgt in der Rolle auf Peter Capaldi, der nach vier Jahren aufhörte. Die erste Episode der 13. Staffel von "Doctor Who" soll an Weihnachten in Großbritannien laufen.

Die TV-Serie über den Zeitreisenden und seine Abenteuer erfreut sich dort seit Jahrzehnten großer Beliebtheit - die erste Folge lief bereits 1963. Whittakers "Broadchurch"-Co-Star David Tennant war ebenfalls schon als Doktor zu sehen. 

Fans und Prominente haben positiv auf die Besetzung der "Doctor Who"-Rolle mit Whittaker reagiert. "Ja! Brecht mit Traditionen", twitterte "Akte X"-Star Gillian Anderson. "Star Wars"-Schauspieler John Boyega schrieb: "Ich bin so stolz auf Jodie Whittaker. Sie wird fantastisch sein."

In den bisherigen Staffeln hatten die Figur zwölf männliche Kollegen gespielt. "Ich will den Fans sagen, dass sie keine Angst vor meinem Geschlecht haben sollen", sagte die 35-Jährige laut BBC-Mitteilung. "Das ist eine wirklich aufregende Zeit und 'Doctor Who' steht für allles, was an Veränderungen so aufregend ist." #DoctorWho13 ist aktuell ein Hashtag-Trend bei Twitter. Die meisten Fans loben die Neubesetzung in den sozialen Netzwerken, vereinzelt gibt es auch kritische Stimmen, unter denen auch sexistische Töne angeschlagen werden. Auch die Debatte darüber, ob den nächsten James Bond ebenfalls eine Frau spielen wird/sollte/könnte, flammt hie und da auf.

In Deutschland ist der Timelord "Doctor Who" seit 1989 (damals bei RTL plus) zu sehen. Die britische Kultserie wechselte mehrmals den Sender, kam über Vox und ProSieben zum Pay-TV-Kanal Fox und läuft seit 2016 bei Einsfestival (der heute One heißt). Die Zuschauerzahlen bewegen sich auf dem Digitalkanal zwischen mehreren zehntausend Fans und auch schon mal 150.000 Zusehern. (mit dpa)


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