Nach Japan und Frankreich belegt Deutschland Rang drei der pessimistischsten Länder. Nur 23 Prozent der Bevölkerung blickt optimistisch in die ökonomische Zukunft. Zudem gaben nur 12 Prozent der Befragten an, dass das aktuelle System für sie arbeitet. Über die Hälfte (55 Prozent) findet, dass der Kapitalismus in seiner heutigen Form mehr schadet, als hilft. "Die Menschen sind bei der Klimakrise, im technologischen Wandel und in politisch unruhigen Phasen weiter auf der Suche nach Antworten", sagt Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland. "Zuletzt verlangten sie dafür besonders den Einsatz der Unternehmen. Weil die Wirtschaft jedoch bislang keine ausreichenden Antworten gibt, stellen immer mehr Menschen das kapitalistische System selbst infrage." Fakt ist: Eine einzelne Institution kann das Vertrauensruder nicht herumreißen - und Unternehmen können den Wandel nicht allein anführen. Vielmehr sollten sie eine stärkere Rolle einnehmen und als Katalysator für Veränderung fungieren.


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Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.