FFA-Halbjahresbilanz :
Die 25 größten Kinohits 2016

Die 25 erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres haben insgesamt 36,9 Millionen Besucher im Kino erreicht – 5,3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Text: Susanne Herrmann

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Beliebt bei den Umworbenen bis 49: "Deadpool" von 20th Century Fox.
Beliebt bei den Umworbenen bis 49: "Deadpool" von 20th Century Fox.

Die 25 erfolgreichsten Filme des ersten Halbjahres haben insgesamt 36,9 Millionen Besucher im Kino erreicht – 5,3 Millionen weniger als im Vorjahr. Allerdings: Genau wie im Vorjahr wurden fast zwei Drittel aller Kinokarten (63,5%) zwischen Januar und Juni für diese 25 Kinofilme gekauft. Also sind die Besucherzahlen auch insgesamt rückläufig. Einer Auswertung der Filmförderungsanstalt FFA zufolge waren unter den Top 25 erneut sieben deutsche Produktionen, die diesmal 9,8 Millionen Besucher in die Kinos zogen.

Meistgesehener Film war der Animationsfilm "Zoomania - Ganz schön ausgefuchst!" (3,69 Mio. Besucher) - er schlägt "Star Wars VII" um gut 300.000 Zuschauer (3,38 Mio.) und DiCaprios "The Revenant" (2,8 Mio.).

Die FFA hat die Top-25-Filme des ersten Halbjahres 2016 zusammengestellt.

Die FFA hat die Top-25-Filme des ersten Halbjahres 2016 zusammengestellt.

"Deadpool" schlägt "Heidi"

Der (nach Schulnoten) von den Besuchern am besten bewertete Film war die Comicverfilmung "Deadpool" mit 1,39 (und auf Platz 4 mit 2,69 Mio. Zuschauern), gefolgt von dem deutschen Kinderfilm "Heidi" mit 1,40 (1,15 Mio.) und dem Topfilm des ersten Halbjahres "Zoomania" (1,43). Diese Zahlen belegt eine heute veröffentlichte Auswertung, mit der die FFA zum dritten Mal die 25 besucherstärksten Filme des ersten Halbjahres nach soziodemografischen Aspekten sowie kino- und filmspezifischen Aspekten untersucht hat.

Mit "Deadpool" ließen sich auch die meisten Werberelvanten (hier: 16- bis 49 Jahre) erreichen: 90 Prozent der Zuschauer kamen aus diesen Altersgruppen.

Junge lieben die "Chipmunks", ältere Kerkelings Jakobsweg

Hinsichtlich der Vorlieben nach Altersstrukturen haben sich überdurchschnittlich viele jüngere Kinobesucher (bis zu 15 Jahren) vor allem für "Alvin und die Chipmunks: Road Chip" (50%), "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft" (49%) oder "Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs" (48%) entschieden. Im Durchschnitt zählte weniger als jeder siebte Besucher (13%) der Top 25 zu dieser Altersgruppe. Der beliebteste Film beim älteren Publikum war "Ich bin dann mal weg" in der Altersgruppe ab 50 Jahren mit 74 Prozent (Durchschnitt 27%) und in der Gruppe ab 60 Jahren mit 51 Prozent (Durchschnitt 14%). Außerdem lockte die Romanverfilmung mit 68 Prozent überdurchschnittlich viele weibliche Besucher ins Kino (Durchschnitt 52%).

"Star Wars"-Fans müssen tief in die Tasche greifen

Die höchsten Eintrittspreise zahlten die Kinobesucher für die beiden Sequels "Star Wars: Das Erwachen der Macht" mit 11,56 Euro und "Batman V Superman: Dawn of Justice" (11,40 Euro), der niedrigste Eintrittspreis lag mit 6,24 Euro bei "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft". Das ist auch das Schlusslicht der Top 25 (mit 617.000 Kinobesuchern).

Trailer funktionieren

Ins Kino locken lassen sich die Besucher am besten mit Filmvorschau und Trailer im Kino. Beim Actionfilm "X-Men: Apokalypse" lockte sie mehr als ein Drittel aller Besucher dieser Filme (34%) ins Kino, fast doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Filme (18%).

Action kann man gut allein gucken

Überdurchschnittlich oft alleine wurden die Actionfilme "X-Men" (18%) und "The Hateful 8" (16%) gesehen (Durchschnitt 12%) - den Film schauten übrigens die meisten Abiturienten (70%). In größeren Gruppen (4+ Begleitpersonen) hingegen gingen die Besucher am häufigsten in "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft" (20%) und "Kung Fu Panda 3" (17%) (Durchschnitt 9%).

Die Studie "Auswertung der Top 25-Filmtitel des 1. Halbjahres 2016 nach soziodemografischen sowie kino- u. filmspezifischen Informationen" basiert auf Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Panel befragt regelmäßig 25.000 Teilnehmer zu ihrem Kinobesuch und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab zehn Jahre.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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