Mit dabei in den Archiven war auch Patricia Riekel. Sie hat als Chefredakteurin rund 1030 Ausgaben des People-Magazins verantwortet, mehr als jeder andere der verantwortlichen Blattmacher. Und derer gab es viele: Neben Verleger Hubert Burda, der das Heft in jungen Jahren machte, standen unter anderem Lothar Strobach, Franz Josef Wagner und Beate Wedekind an der Spitze.

Der redaktionelle Mix bleibt

Die redaktionelle Mischung, für die inzwischen Chefredakteur Robert Pölzer zuständig ist, ist in weiten Teilen immer noch an das damalige Muster angelehnt: Es geht um Geschichten, die die Gemüter erregen und für Gesprächsstoff sorgen – Liebes- und Leidensgeschichten aus der Welt der Entertainment-Stars, des Adels sowie das Leben von Sporthelden oder Politikern. Die frühen Influencer sozusagen. Nur die Gewichtung habe sich etwas verändert, so Grashey: Zum Tod des ehemaligen französischen Staatschefs Charles de Gaulle im Jahr 1970 berichtete die Bunte auf 14 Seiten. Sehr üppig.

Zwar wollen nicht mehr so viele Menschen das Blatt lesen wie einst. 468.710 verkaufte Exemplare verkaufte die Bunte laut IVW im zweiten Quartal 2017, ein gutes Drittel weniger als zu ihren besten Zeiten – soziale Medien wie Facebook und Instagram sowie das Internet haben, wie bei anderen Printmedien auch, ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem ist das Magazin nach wie vor das erfolgreichste Peoplemagazin in Deutschland und Europa.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde