Die 30 stärksten Titel: Auflagen für dsa erste Quartal 2019 und Gewinne/Verluste.

Die 30 stärksten Titel: Auflagen für dsa erste Quartal 2019 und Gewinne/Verluste.

Die Betrachtung nach Segmenten zeigt, wo Gewinner und Verlierer liegen.

Nur Verluste weist die Liste der 14-täglichen Frauenzeitschriften aus. Brigitte, Freundin, Für Sie und Meins schaffen es zusammen noch auf 928.000 verkaufte Hefte und verlieren zwischen 4,2 (Meins) und 11,7 Prozent (Freundin). Die wöchentlichen Frauenhefte kennen mehr Verlierer als Gewinner (zwei davon oben) und bauen insgesamt ab. Genauso wie die aktuellen Magazine, die von Spiegel bis Intouch eine große Bandbreite umfassen und nur zwei Gewinner kennen: Neben der Bunten legte noch die FAZ Woche zu (+3%).

Auflagenstärkster Printtitel bei den aktuellen Magazinen ist der Spiegel vor Stern, Bunte und Focus. Während der Spiegel die Verluste im Vergleich zu denen Anfang 2018 bremsen konnte, hat sich das Minus bei Stern und Focus noch verschärft.

Titel

Verkauf

Veränderung 2019/2018 in Prozent

Der Spiegel

701.337

-1,0

Stern

476.097

-11,7

Bunte

439.844

+1,8

Focus

373.847

-12,2

Super-Illu

241.684

-4,7

Gala

220.029

-7,0

Readers Digest

218.810

-10,0

Intouch

115.941

-9,0

Closer

 93.439

-11,3

Grazia

 83.395

-11,4

Die übrigen Gattungen, selbst so vielversprechende wie Eltern-, Gesundheits- oder Esszeitschriften, ebenso Sportmagazine, müssen Verluste im Printverkauf melden. Weiter massiv rückläufig sind die Jugendmagazine.

Und selbst die frei verteilte und auflagenstarke Apotheken-Umschau (gut 8,9 Millionen Exemplare) verliert 4 Prozent.

Einzelkämpfer gegen den Trend

Gegen den Trend in ihrer Kategorie laufen vereinzelte Nischenmagazine, zum Beispiel das Öko-Test Magazin (einziger Gewinner unter den Wissensmagazinen mit einem satten Plus von 20,6 Prozent) und T3N (IT/Telekommunikation) mit einem Plus von 21,6 Prozent auf nunmehr immerhin gut 37.000; außerdem das Lifestyleheft Fit for Fun (128.199), das mit plus 16,8 Prozent in einem bröselnden Markt zulegt - hier hat der Einzelverkauf angezogen.

Bei den Reisemagazinen weist Geo Special einen Zuwachs von 39,1 Prozent aus und zählt 57.837 verkaufte Hefte. Im einstigen Zeitschriften-Eldorado Wohnen und Garten entwickeln sich nur noch Architektur und Wohnen (+3,9%) sowie Landidee Wohnen und Deko (+18,0%) positiv.

Bei den monatlichen Frauentiteln, denen ebenfalls massiv die Printleserinnen wegbrechen, tun sich unter den Magazinen mit über 100.000 verkauften Heften Petra (+11,7%), Donna (+8,8%) und Cosmopolitan (+2,7%) hervor. Zufrieden sein dürften auch die Herausgeber von Zeit für mich (+14,5%), Emotion (+11,7%) und Burda Style (+11%).

Bei den Wirtschaftstiteln schneiden einige Flaggschiffe gut ab, sodass sich ein gemischtes Bild ergibt: So ist Brand eins (+13,5%) ebenso wie das Handelsblatt (+5,4%) und das Manager Magazin (+4,0%) im Plus; dafür müssen Guter Rat (-6,9%), VDI Nachrichten (-3,4%) und Capital (-2,3%) Leser abgeben.



Susanne Herrmann
Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.