Auf Plattformen wie Facebook sind nur rund 29 Prozent aus dieser Altersgruppe aktiv – wobei allerdings beispielsweise ein Facebook-Account erst ab 13 Jahren offiziell angelegt werden darf.

Bei den "klassischen" Kanälen spielt Fernsehen nach wie vor eine große Rolle: 93 Prozent der Kinder sitzen mehrmals pro Woche vor dem TV-Gerät, 41 Prozent hören Radio. Doch die digitalen Unterhaltungsvarianten kommen nicht zu kurz: 62 Prozent nutzen Internet und Apps, 34 Prozent schauen Youtube, DVDs /Blu-Rays (15 Prozent) oder beschäftigen sich mit Spielkonsolen.

Wo das Taschengeld hinfließt

Die Studie, die von den Häusern Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa, Gruner + Jahr, Panini, Spiegel-Verlag und Zeit-Verlag herausgegeben wird, untersucht neben dem Freizeit- und Mediennutzungsverhalten der Zielgruppe auch das Konsumverhalten. Dabei können Jungen etwas mehr Geld ausgeben als gleichaltrige Mädchen: Jungs im Vorschulalter haben im Jahr durchschnittlich 241 Euro zur Verfügung, ab Sechs bis 13 Jahre steigt diese Summe auf 526 Euro. Zum Vergleich: Bei den Vorschul-Mädchen sind es 202 Euro, nach Schulbeginn 497 Euro.

Der Großteil dieses Taschengelds, so die Studie, wandert – Überraschung -  in Süßigkeiten, aber auch in Printmedien wie Zeitschriften und Comics. Investitionen in Kleidung und Styling dürfen 49 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen treffen, bei den Zehn- bis 13-Jährigen haben immerhin schon 82 Prozent das Sagen.

Viele Kinder bestimmen auch bei Investitionen für die ganze Familie mit: Bereits im Vorschulalter dürfen 69 Prozent der Kleinen mitreden, wenn es um die Wahl des Urlaubsorts oder andere Aktivitäten geht.


Autor:

Manuela Pauker
Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde